Auf Anregung von Christoph habe ich unserem verehrten Innenminister Wolfgang Schäuble eine eMail geschickt:
Empfänger: wolfgang.schaeuble@bundestag.de
Betreff: Danke!
Sehr geehrter Herr Schäuble!
Ich freue mich, dass unser schönes Land so fähige und kreative Politiker wie Sie hat. Mit dem sogenannten “Bundestrojaner” ist Ihnen ein Geniestreich geglückt, mit dem wohl keiner gerechnet hätte. Ihre Verdienste um die Sicherheit unseres gemeinsamen Vaterlandes werden durch dieses Projekt noch gekrönt werden.
Tausende und Abertausende gefährlicher Moslem-Terroristen, Kinderschänder und Raubkopierer bedrohen mit ihren Computern, ihren Internetzugängen die Sicherheit des deutschen Volkes. Ihnen ist es zu verdanken, dass dem nun ein Riegel vorgeschoben werden soll. Danke, Herr Schäuble.
Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen kleinen Rat mit auf den Weg geben: Verschlüsseln Sie Ihre Festplatte und leeren Sie Ihren Browser-Cache. Nicht, dass man am Ende auch auf Ihrem Computer Anschlagspläne, Kinderpornos oder Raubkopien findet… Nein, ich will Ihnen nicht vorwerfen, solche zu besitzen! Aber wer weiß, Spione informieren nicht nur, sie sabotieren auch manchmal…
Außerdem: Lassen Sie sich nicht beim Lügen erwischen! Ich weiß, Sie konnten sich damals nur nicht mehr erinnern… und Ihre Entschuldigung vor dem Bundestag zeigt ja auch Ihre Reue. Trotzdem: “Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht.” Kennen Sie dieses Sprichwort? In vielen dieser alten Volksweisheiten steckt eine Menge Wahrheit…
Apropos Wahrheit, da fällt mir ja noch was ein: “Außerdem bin ich anständig, mir muss das BKA keine Trojaner schicken.” Das haben Sie vor nicht allzu langer Zeit zur “taz” gesagt. Wissen Sie, ich bin auch anständig. Ich bin ein netter, freundlicher junger Mensch. Trotzdem wollen Sie auch mir einen Trojaner schicken. Bitte beantworten Sie mir diese eine kleine Frage:
WARUM?
Mit herzlichen, freundlichen und erwartungsvollen Grüßen, Ihr Simon “Columbus”.
Tja, mal sehen, was daraus wird… ich halte euch auf dem Laufenden!
Wer es selber mal versuchen will:
Per eMail: wolfgang.schaeuble@bundestag.de
Telefonisch: 030-227 72600
Mit dem Fax: 030-227 76744
oder auch postal: Wolfgang Schäuble, Platz der Republik 1, 11011 Berlin



3 Responses to “Danke, Herr Schäuble!”
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"[...] - Wie sollte es auch anders sein, wenn selbst in liberalen Ländern wie Deutschland Politiker die Freiheitsrechte beschneiden [...] "
"[...] Brief an Wolfgang Schäuble ist jetzt eine Woche alt. Anscheinend besteht von Seiten unseres ehrenwerten Herrn Doktor [...] "
"[...] Was mache ich damit? Ich habe der Herrn Schäuble zwei eMails geschrieben: Die eine ist schon zwei Monate alt, ..."