Nein, das ist kein Schreibfehler! Dafür aber was zu essen…
Gallettes sind eine kulinarische Spezialität meiner Heimatstadt Coburg, obwohl ihr Name eigentlich auf Frankreich schließen lässt. Allerdings hatte noch keiner der diversen befragten Franzosen auch nur einen blassen Schimmer, um was es sich handelt (und auch sonst niemand).
Man könnte Gallettes als pikante Crêpes bezeichnen, doch dieser Vergleich greift zu kurz: Gallettes sind eben kein Mainstream-Fastfood, sondern ein Genussmittel mit Kultstatus. Nur für sie mache ich mindestens einmal pro Jahr den langen Weg nach Coburg (und, natürlich, für die Bratwurst – dazu ein anderes Mal. Versprochen!). Hier nun meine persönliche Variante, dich ich ohne Kenntnis des (geheimen) Originalrezepts rein nach Geschmack entwickelt habe – mit durchaus ansehnlichem Erfolg.
Zutaten
Alle Angaben sind relativ variabel, vieles ist einfach Geschmackssache… Das Rezept ist auf etwa vier Personen ausgelegt. Allerdings sollte direkt “von der Pfanne weg” gegessen werden, für Gäste ist das eher unpraktische (außer wenn man halt wie meine Eltern einen Sohn hat, der das Zubereiten übernimmt ; )
120 g Mehl – etwa 2/3 Weizen (kein Vollkorn, durchaus aber etwas gröber) und 1/3 Buchweizen (gibts in Biomärkten und Reformhäusern). Mit mehr Buchweizen wird der Teig bitterer und charaktervoller. Ich mag das…
Sekt (ersatzweise Sprudelwasser) – mit Leitungswasser geht’s auch, aber bei weitem nicht so gut…
2 Eier
Salz
Pfeffer
200 g Kochschinken, fein gewürfelt – Salami geht auch, ist aber geschmacklich viel dominanter.
200 g Käse, gerieben – am besten Gouda, aber auch hier Geschmackssache.
5 grüne eingelegte Pepperoni, fein geschnitten / gehackt – meiner Erfahrung nach am besten die von Dittmann (Pfefferonellen), viele Sorten sind einfach nur fad. Man kann sie auch weglassen, besonders für Kinder. Ersatzweise wären auch geröstete Zwiebeln eine Möglichkeit.
Zubereitung
Mehl, Sekt, Eier, Salz und Pfeffer zu einem flüssigen (!) Teig verrühren. Etwas (wenig) Butter in einer Pfanne erhitzen (am besten Teflon, und hier bevorzugt echte Gallettepfannen. Wer sowas hat, braucht aber auch unbedingt Silikonschaber zum Wenden…). Ein bis zwei Schöpfkellen Teig in die Pfanne geben (runterschalten – mittlere Hitze reicht) und verteilen. Merke: Je dünner, desto besser! Wenden – wenn man eine Gallettepfanne hat auf jeden Fall per Wurf, das hat Stil… dann Käse, Schinken und Pepperoni auf die Gallette geben. Und zwar in Form eines “Balkens” in der Mitte des Fladens, mit deutlichem Abstand zum Rand. Wenn der Teig auf der unteren Seite braun ist (sollte nach dem Belegen in etwa der Fall sein) die eine “Längsseite” auf Käse und Schinken falten. Dann auf den umgeklappten Teil etwas Käse streuen. Beide Querseiten oben drauf klappen (evtl. mal mit dem Wender vorher falzen, dann geht es besser…). Nun die letzte Seite noch drauf falten, einmal Wenden, kurz andrücken und ab auf den Teller!
Das ganze wird natürlich mit der Hand gegessen… Wer will, kann ja den Rest vom Sekt dazu trinken



Klingt ja lecker… Ist das Cobur wo die Huk-Coburg herkommt ??? Billigste KFZ-Versicherung 2007
Manu, Schleichwerbung ist nicht.
Aber: Ja, es ist das Coburg. Neben einer Versicherung gibt’s da auch noch gute Sachen