google

27Jun07

Was tun gegen gewalttätige Nachbarskinder?

Das hat da wohl jemand bei google eingegeben. Das offenbart erstmal ein elemantares Unverständnis für die Funktion von Suchmaschinen, aber das ist ja nichts neues. Und dann – also bitte, wie kommt jemand auf solche Fragen? Ich finde das erschreckend (aber auch, dass mein Blog auf Top3 steht bei dieser Frage…).

Imagine: Wer ist das, dass er / sie sich eines Nachmittags hinsetzt und seinen Computer fragt: Was soll ich nur machen? Diese Nachbarskinder! Eine Hausfrau, ein Arbeiter, Konzernchef, Student, Rentner – wer ist das? Offenbart diese Frage nicht eine endlose Einsamkeit?

Ich frage meinen Computer viel. Wo liegt Ktesiphon, wie heißt der Staatschef in Malawi, wieviele Blogs gibt es in Deutschland, was heißt “Volksverhetzung” auf Englisch?
Aber ich würde meinen Computer nie fragen: Was hatten wir eigentlich in Englisch auf? Kann mir mal grad jemand ein Glas Wasser bringen? Wo treffen wir uns heute Abend?

Klar, dass ich diese Frage Menschen stelle. Es sind persönliche Fragen, die spezielle Antworten benötigen – Antworten, die ein Computer nicht geben kann. Wenn man also einen Computer fragt: “Was tun gegen gewalttätige Nachbarskinder?” – behandelt man die Kinder dann nicht unpersönlich, wie etwas, mit dem man nichts zu tun hat? Die Fragestellung ist glatt dieselbe wie bei den Nazis die Judenfrage. Gesamtkonzept als Antwort. Dürfte auch die Kinder ruhigstellen.

3 Responses to “google”


  1. 1 roman libbertz Posted June 27th, 2007 - 13:16

    ja was soll man nur machen?
    gruss r.l

  2. 2 Simon Posted June 27th, 2007 - 16:20

    Abwarten und Tee trinken. Soll gesund sein.

  3. 3 teacher Posted June 27th, 2007 - 20:49

    Es ist gar nicht so einfach, eine Regel aufzustellen, welche Fragen für den Computer geeignet scheinen und welche nicht.
    Brauchbare Tipps gegen/für gewalttätige Nachbarkinder würde ich mir auch keine erwarten, aber wo sonst fragen, wenn nicht bei google&Co.?

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"„Der Unterschied zwischen Reich und Arm ist der, dass die Armen alles selbst tun müssen mit ihren eigenen Händen, die Reichen aber können jemanden anstellen, der die Dinge für sie tut.“"— Betty Smith


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