Der Rechtsstaat ist dadurch ganz sicher nicht in Gefahr und Szenarien von Polizeistaat nach Vorbild der DDR sind absurd. Die Frage, ob manche Passagen unseres Grundgesetztes der derzeitigen Bedrohungslage noch gerecht werden, ist diskutabel. Gerade aber weil unser Rechtsstaat gewahrt bleiben muss, dürfen wir denjenigen, die ihn aushöhlen wollen, keine Plattform bieten. Übertriebene Toleranz ist dabei nicht angebracht. Jeder, der in diesem Land lebt muss sich zu unserer Verfassung und unserem Grundgesetz bekennen. Wer das nicht tut und sich auf seine religiöse Herkunft beruft und dies mit unserem Verständnis von Religionsfreiheit begründet, kann hier nicht geduldet werden.
Dann muss es eben keine große Moschee sein mit hoch emporragenden, demonstrativ in Erscheinung tretenden Minaretten, dann reicht in einer christlich geprägten Kultur auch ein schlichter muslimischer Andachtsraum.
Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
Artikel 4 des Grundgesetzes



Stimmt, Herr Mixa. Die katholische Kirche war immer vorbildlich darin, sich in fremden Kulturen mit schlichten Andachtsräumen zu begnügen.
Mephisto:
Die Mutter ließ einen Pfaffen kommen;
Der hatte kaum den Spaß vernommen,
Ließ sich den Anblick wohl behagen.
Er sprach: “So ist man recht gesinnt!
Wer überwindet, der gewinnt.
Die Kirche hat einen guten Magen,
Hat ganze Länder aufgefressen
Und doch noch nie sich übergessen;
Die Kirch allein, meine lieben Frauen,
Kann ungerechtes Gut verdauen.”
Wie wahr! Über die Kirche kann man keine neuen Wahrheiten erzählen…
Doch, kann man.
Nämlich daß sie schrumpft.
Das ist neu.
Aber sie hat es sich redlich verdient.
Nette Synchronizität übrigens:
der Mephisto kam letztens in meiner kleinen Überschlagsrechnung zum Thema auch vor:
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/397912
Ach, schrumpfen – das gab’s schonmal. Nannte sich “Große Pest”…