Mein Weltbild I

27Sep07

Alles ist ein Pendel. Seine Schwingung basiert auf der Schwingung unendlich vieler Pendel. Die Schwingung der Pendel ist nicht symmetrisch. Alle Pendel schwingen zeitlich unbegrenzt. Ein Pendel ist ein mathematisches Pendel.

Ein Pendel bzw. seine Schwingung hat einige grundlegende Eigenschaften:

1) Seine Schwingung bewegt sich auf einer Kreisbahn

2) Seine Schwingung hat zwei End- (Extrem-) Punkte

3) Seine Schwingung hat einen mittig gelegenen Schwerpunkt.

Daraus ergibt sich, dass das Pendel auf der Kreisbahn sowohl nach links als auch nach rechts vom Schwerpunkt aus einen Weg von 180° – (0+°) zurücklegen kann. Um von einem Extrem zum anderen zu gelangen, muss das Pendel den Schwerpunkt überschreiten.

Meine Sicht menschlich-sozialer Entwicklung beruht auf diesen Grundlagen eines Pendels.

Dabei bestehen sowohl im Großen als auch im Kleinen immer zwei opponierende Positionen, die Extrempunkte der Pendelschwingung.
Der Pendel selbst ist der Konsens der betroffenen Person(engruppe).
Die Schwingung ist die gesellschaftliche Entwicklung.

Ein deutlich großes Beispiel wäre dabei die Gegenüberstellung von Konservativismus und Liberalismus. Der Pendel ist in diesem Beispiel der gesellschaftliche Konsens einer Nation.

Beide Extrempunkte bestehen gleichzeitig. Der Pendel bewegt sich kontinuierlich zwischen beiden. Auswirkung auf seine Bewegung haben dabei drei Faktoren, nämlich

- die Anziehung von Extrempunkt a (Konservativismus)
- die Anziehung von Extrempunkt b (Liberalismus)
- die Trägheit des Pendels in Richtung Schwerpunkt (Massenträgheitspunkt in der Physik, hier Massenträgheit i.S. der Bevölkerungsmehrheit)

Die Anziehung der Extrempunkte ist jeweils im zweiten und vierten Kreisabschnitt (von ihnen aus gezählt) am stärksten. Die Trägheit ist gleichbleibend.

Alle Menschen der Bevölkerung befinden sich mit ihrer persönlichen Einstellung auf der Kreisbahn. Die Bevölkerungsmehrheit sammelt sich um den Schwerpunkt, mit Tendenz zur Position des Pendels. Diese ist bestimmt durch das (Un-) Gleichgewicht zwischen den Extrempunkten, verursacht durch die Einstellung der Menschen.

Das Pendel befindet sich nun in ständiger Bewegung. Diese wird verursacht durch die Verschiebung der Einstellung der Menschen. Diese Verschiebung entsteht, da sich der Großteil der Menschen in Richtung des Mittelpunktes zwischen Schwerpunkt und Pendel orientiert – was bedeutet, dass in einer konservativen Gesellschaft die gesellschaftliche Mitte liberale ist als der öffentliche Tenor.
Da allerdings durch die Abnahme der Anziehungskraft der jeweils aktuellen Extreme die opponierende Extreme und die Trägheit zum Schwerpunkt stärker werden, schwingt das Pendel nach dem Erreichen eines gewissen variablen Punktes im dem Extrempunkt nahen Viertel wieder zurück.

Das bedeutet konkret, dass eine leicht konservative Gesellschaft konservativer wird, bis diese Einstellung in der Öffentlichkeit mehr als 75 % Zustimmung erreicht, danach einen unendlich kleinen Moment auf diesem “Höhepunkt” verweilt, wieder zurückschwingt, einen unendlich kurzen Moment auf dem idealen Schwerpunkt verweilt, in dem Konsens (Pendel) und Gesellschaft übereinstimmen, um dann liberaler zu werden, bis auch hier wieder eine etwa 75 %ige Übermacht entsteht…

Es gibt einen menschlichen Einfluss auf das Pendel, wenn Menschen eine bewusste Einstellung zum Thema haben. Der Großteil der Menschen ist unbewusst. Das bedeutet, dass ein kleiner Anteil der Bevölkerung die Bewegung des Pendels beeinflusst. Es gibt immer mehr Bewusstsein in den Bereichen, in denen die Anziehungskraft der Extreme am stärksten ist. Beides beeinflusst sich gegenseitig.

Daraus lässt sich schließen, dass es keine bleibende Veränderung geben kann, sondern – trotz allem scheinbaren Fortschritt – immer ein Aufeinanderfolgen von Auf- und Abschwüngen bestehen muss. Allerdings sind auch beide Extrempunkte nicht unveränderlich – ihr Kern bleibt zwar bestehen, ihre äußere Ausprägung ist aber Veränderungen unterworfen.
Das Ideal ist in jedem Sinne ein Gleichgewicht der Waage, d.h. eine Übereinstimmung von Pendel und Schwerpunkt, persönlicher und öffentlicher Einstellung. Ein Konsens also, der keine Kompromisse verlangt. Dieses Ideal ist nur für einen unendlich kurzen Zeitpunkt zu erreichen.


"„Der Unterschied zwischen Reich und Arm ist der, dass die Armen alles selbst tun müssen mit ihren eigenen Händen, die Reichen aber können jemanden anstellen, der die Dinge für sie tut.“"— Betty Smith


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