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	<title>Comments on: Deutschlands Demokraten</title>
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		<title>By: Brandau</title>
		<link>http://www.simoncolumbus.de/2008/09/21/deutschlands-demokraten/comment-page-1/#comment-4638</link>
		<dc:creator>Brandau</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 08:09:29 +0000</pubDate>
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		<description>Eines der Probleme ist sicherlich, dass die Unzufriedenheit der Leute in vielen Bereichen weniger mit der Politik als vielmehr mit den allgemeinen Lebensumst&#228;nden zu tun hat. Die Leute wollen Arbeit, Sicherheit, allgemein ein gutes Leben. Das aber sind alles gro&#223;e Themen, die f&#252;r eine kleine Partei mangels Abgrenzungspotential schwer umzusetzen ist. Au&#223;erdem erfordern Wirtschaftsreformen schnell harte Eingriffe, aber die f&#252;hren, auch wenn sie notwendig sind, nicht zu mehr Zufriedenheit.

Die &#214;kobewegung, die die Gr&#252;nen nach oben gebracht hat, war da wesentlich besser f&#252;r ein neues Lebensgef&#252;hl geeignet. Es bietet sich zudem gerade f&#252;r eine Oppositionspartei an, da es dort leichter ist auch unrealistische Ziele zu vertreten (man mu&#223; sich ja nicht fragen lassen, warum man sie nicht umsetzt) Ist inzwischen aber auch von allen Parteien besetzt. Bayern, zumindest bisher in absoluter CSU-Hand, hat beispielsweise eines der strengsten Umweltschutzgesetze Deutschlands.

Ein weiterer Punkt in diesem Zusammenhang ist dann sicherlich auch der Regierungseffekt. Viele Leute waren ent&#228;uscht von SPD und Gr&#252;nden, weil dort nach der Regierungs&#252;bernahme der &quot;Realo&quot;-Fl&#252;gel die Politik gelenkt hat und die linkeren Fl&#252;gel sich mit ihren Vorstellungen nicht durchsetzen konnten. In die L&#252;cke ist die Linke vorgesto&#223;en, aber ich glaube, dass die meisten Leute wissen, dass deren Vorstellungen auf lange Sicht nicht zu einem besseren Leben f&#252;hren, weil sie nicht finanzierbar sind und eher zu einem Abwandern von Wirtschaftsverm&#246;gen f&#252;hrt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eines der Probleme ist sicherlich, dass die Unzufriedenheit der Leute in vielen Bereichen weniger mit der Politik als vielmehr mit den allgemeinen Lebensumst&#228;nden zu tun hat. Die Leute wollen Arbeit, Sicherheit, allgemein ein gutes Leben. Das aber sind alles gro&#223;e Themen, die f&#252;r eine kleine Partei mangels Abgrenzungspotential schwer umzusetzen ist. Au&#223;erdem erfordern Wirtschaftsreformen schnell harte Eingriffe, aber die f&#252;hren, auch wenn sie notwendig sind, nicht zu mehr Zufriedenheit.</p>
<p>Die &#214;kobewegung, die die Gr&#252;nen nach oben gebracht hat, war da wesentlich besser f&#252;r ein neues Lebensgef&#252;hl geeignet. Es bietet sich zudem gerade f&#252;r eine Oppositionspartei an, da es dort leichter ist auch unrealistische Ziele zu vertreten (man mu&#223; sich ja nicht fragen lassen, warum man sie nicht umsetzt) Ist inzwischen aber auch von allen Parteien besetzt. Bayern, zumindest bisher in absoluter CSU-Hand, hat beispielsweise eines der strengsten Umweltschutzgesetze Deutschlands.</p>
<p>Ein weiterer Punkt in diesem Zusammenhang ist dann sicherlich auch der Regierungseffekt. Viele Leute waren ent&#228;uscht von SPD und Gr&#252;nden, weil dort nach der Regierungs&#252;bernahme der &#8220;Realo&#8221;-Fl&#252;gel die Politik gelenkt hat und die linkeren Fl&#252;gel sich mit ihren Vorstellungen nicht durchsetzen konnten. In die L&#252;cke ist die Linke vorgesto&#223;en, aber ich glaube, dass die meisten Leute wissen, dass deren Vorstellungen auf lange Sicht nicht zu einem besseren Leben f&#252;hren, weil sie nicht finanzierbar sind und eher zu einem Abwandern von Wirtschaftsverm&#246;gen f&#252;hrt.</p>
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		<title>By: Simon</title>
		<link>http://www.simoncolumbus.de/2008/09/21/deutschlands-demokraten/comment-page-1/#comment-4625</link>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 20:53:09 +0000</pubDate>
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		<description>Was mir auff&#228;llt ist die Diskrepanz zwischen der Bewertung der Regierungsarbeit und von Politikern allgemein, bei der eine Mehrheit der Bev&#246;lkerung eine negative Haltung einnimmt, und den Wahlergebnissen der gro&#223;en Parteien, die weiterhin Mehrheiten erhalten.

Ich gehe davon aus, dass Menschen, die mit der Politik der regierenden Parteien unzufrieden sind, diese nicht w&#228;hlen. Das scheint de facto nicht so zu sein.

Wandel geschieht nur durch neue Einfl&#252;sse. Diese sind Aufgabe der kleinen, aufsteigenden Parteien wie aktuell der Linken, die allerdings nur mittelbar &#252;ber ihren Einfluss auf die regierenden Parteien wirken (k&#246;nnen).

Das zeugt in meinen Augen von einer Tr&#228;gheit und mangelndem Zukunftsbewusstsein der W&#228;hler, die sich arrangieren, anstatt aktiv mitzugestalten. 

Mein Problem ist nicht, dass die kleinen Parteien klein sind - mein Problem ist, dass die gro&#223;en gro&#223; sind. Volksparteien spiegeln das Volk, nicht aber seine Bed&#252;rfnisse wieder.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was mir auff&#228;llt ist die Diskrepanz zwischen der Bewertung der Regierungsarbeit und von Politikern allgemein, bei der eine Mehrheit der Bev&#246;lkerung eine negative Haltung einnimmt, und den Wahlergebnissen der gro&#223;en Parteien, die weiterhin Mehrheiten erhalten.</p>
<p>Ich gehe davon aus, dass Menschen, die mit der Politik der regierenden Parteien unzufrieden sind, diese nicht w&#228;hlen. Das scheint de facto nicht so zu sein.</p>
<p>Wandel geschieht nur durch neue Einfl&#252;sse. Diese sind Aufgabe der kleinen, aufsteigenden Parteien wie aktuell der Linken, die allerdings nur mittelbar &#252;ber ihren Einfluss auf die regierenden Parteien wirken (k&#246;nnen).</p>
<p>Das zeugt in meinen Augen von einer Tr&#228;gheit und mangelndem Zukunftsbewusstsein der W&#228;hler, die sich arrangieren, anstatt aktiv mitzugestalten. </p>
<p>Mein Problem ist nicht, dass die kleinen Parteien klein sind &#8211; mein Problem ist, dass die gro&#223;en gro&#223; sind. Volksparteien spiegeln das Volk, nicht aber seine Bed&#252;rfnisse wieder.</p>
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		<title>By: Brandau</title>
		<link>http://www.simoncolumbus.de/2008/09/21/deutschlands-demokraten/comment-page-1/#comment-4622</link>
		<dc:creator>Brandau</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 18:34:30 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Und trotzdem ver&#228;ndert sich die deutsche Parteienlandschaft an der 5-Prozent-H&#252;rde und nicht im Kanzleramt. Das Konzept der Demokratie scheitert vor allem an der Schwerf&#228;lligkeit der Entscheidungstr&#228;ger: Der W&#228;hler.&quot;

K&#246;nnte das nicht ein Zeichen daf&#252;r sein, dass &quot;der W&#228;hler&quot; eben eine solche &#196;nderung nicht will? Als die Umweltdebatte aufkam erstarkten die Gr&#252;nen. Heute erstarkt die Linke. Sie erstarkt aber nicht so stark, dass sie an die Macht kommt, was wohl daran liegt, dass man sie nicht an der Macht haben will. 
Vergessen darf man auch nicht, dass die gro&#223;en Parteien Themen mit denen kleine Parteien hoch kommen aufgreifen. So spielt eben seit dem Aufstieg der Gr&#252;nen umweltpolitik eine gr&#246;&#223;ere Rolle in allen Parteien.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Und trotzdem ver&#228;ndert sich die deutsche Parteienlandschaft an der 5-Prozent-H&#252;rde und nicht im Kanzleramt. Das Konzept der Demokratie scheitert vor allem an der Schwerf&#228;lligkeit der Entscheidungstr&#228;ger: Der W&#228;hler.&#8221;</p>
<p>K&#246;nnte das nicht ein Zeichen daf&#252;r sein, dass &#8220;der W&#228;hler&#8221; eben eine solche &#196;nderung nicht will? Als die Umweltdebatte aufkam erstarkten die Gr&#252;nen. Heute erstarkt die Linke. Sie erstarkt aber nicht so stark, dass sie an die Macht kommt, was wohl daran liegt, dass man sie nicht an der Macht haben will.<br />
Vergessen darf man auch nicht, dass die gro&#223;en Parteien Themen mit denen kleine Parteien hoch kommen aufgreifen. So spielt eben seit dem Aufstieg der Gr&#252;nen umweltpolitik eine gr&#246;&#223;ere Rolle in allen Parteien.</p>
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