Archive for January, 2009

.lit J. M. Coetzee: Tagebuch eines schlimmen Jahres

19Jan09

Wenn man mich drängen würde, meine politische Denkweise mit einem Etikett zu versehen, würde ich sie pessimistisch-anarchistischen Quietismus nennen, oder anarchistisch-quietistischen Pessismismus oder pessimistisch-quietistischen Anarchismus: Anarchismus, weil die Erfahrung mir sagt, was an der Politik schlecht ist, ist die Macht selbst; Quietismus, weil ich meine Zweifel am Vorhaben der Weltveränderung habe, einem Vorhaben, das mit [...]

traumloses wachen

18Jan09

Manchmal habe ich irgendwie das Gefühl, den Schlaf besiegen zu müssen. Wenn ich nur lange genug wach bliebe – bis ich die Vögel zwitschern höre, oder so – dann muss ich nie mehr schlafen, zumindest heute nicht. Der Schlaf frisst meine Zeit auf! es ist nur so ein unterschwelliges, subtil könnte man es nennen, also [...]

Shoveling

05Jan09

Es hat geschneit, also bin ich einmal früh aufgestanden und habe Schnee geschippt (ich würde ja fast gerne sagen: geshovelt, so sehr mehr gefällt mir das englische Äquivalent, so sehr mehr hat es den Klang von etwas Leichtem, Schönem, das es nicht ist). Natürlich hört man dabei auch die Schaufeln der Nachbarn, wie sie über [...]

On Gaza

05Jan09

I am tired of this. If there has been a constant during the few years of my perception of international politics it has been trouble in the Near East. The eyes of many kids of my generation might have opened for this topic first when the two towers fell in New York, but I still [...]


"„Der Unterschied zwischen Reich und Arm ist der, dass die Armen alles selbst tun müssen mit ihren eigenen Händen, die Reichen aber können jemanden anstellen, der die Dinge für sie tut.“"— Betty Smith