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	<title>simoncolumbus &#187; Allgemein</title>
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		<title>Das Cham&#228;leon</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 01:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines Tages traf Sisyphos, wie er mit beiden Armen einen Felsblock, einen ungeheuren, fortschaffen wollte, ein Cham&#228;leon. Sisyphos, der eitle, selbst mit H&#228;nden und F&#252;&#223;en stemmend, lachte &#252;ber das vorsichtige Tier. Nach jedem Schritt einen zur&#252;ckschreckend schlich das Wesen, langsam wie eine Schnecke, den Berg hinauf. Sisyphos, der bestrafte, eilte, mit H&#228;nden und F&#252;&#223;en stemmend, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines Tages traf Sisyphos, wie er mit beiden Armen einen Felsblock, einen ungeheuren, fortschaffen wollte, ein Cham&#228;leon. Sisyphos, der eitle, selbst mit H&#228;nden und F&#252;&#223;en stemmend, lachte &#252;ber das vorsichtige Tier. Nach jedem Schritt einen zur&#252;ckschreckend schlich das Wesen, langsam wie eine Schnecke, den Berg hinauf. Sisyphos, der bestrafte, eilte, mit H&#228;nden und F&#252;&#223;en stemmend, an ihm vor&#252;ber und stie&#223; seinen Block hinauf auf den H&#252;gel. Doch wie er ihn &#252;ber die Kuppe werfen wollte, so drehte ihn das &#220;bergewicht zur&#252;ck: von neuem rollte dann der Block, der schamlose, ins Feld hinunter.<br />
Er aber stie&#223; ihn wieder zur&#252;ck, sich anspannend, und schob den Block erneut hoch auf den H&#252;gel. Wieder traf er auf seinem Weg das Cham&#228;leon, wie es langsam den Berg hinaufstrebte. Sisyphos hielt f&#252;r einen Moment ein in seiner Arbeit und er fragte das Cham&#228;leon:<br />
<em>&#8220;Sag, Tier, was schleichst du so? Lass&#8217; doch die Schritte zur&#252;ck, und du wirst schneller an dein Ziel gelangen!&#8221;</em><br />
Das Cham&#228;leon aber blieb stumm, und setzte, weiter fortschreitend, seine Beine einen Schritt zur&#252;ck. Sisyphos aber eilte vorw&#228;rts, und es rann der Schwei&#223; ihm von den Gliedern, und der Staub erhob sich &#252;ber sein Haupt hinaus.<br />
Mit H&#228;nden und F&#252;&#223;en stemmend stie&#223; er seinen Block hinauf auf den H&#252;gel. Doch wie er ihn &#252;ber die Kuppe werfen wollte, so drehte ihn das &#220;bergewicht zur&#252;ck: von neuem rollte dann der Block, der schamlose, ins Feld hinunter.</p>
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		<title>Lesezeichen Vol. XVI</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Oct 2007 16:58:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[links]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer&#8217;s noch nicht entdeckt hat&#8230; das Blog von Andrej H.&#8217;s Lebensgef&#228;hrtin. &#8220;Recently my life has changed enormously when German Federal Police arrested my partner Andrej Holm for being terrorist.&#8221; Hatebook: Facebook ist out &#8220;Hatebook is an anti-social utility that connects you with the people YOU HATE.&#8221; Liebesgr&#252;&#223;e f&#252;r Adenauer &#8211; wie Menachem Begin den deutschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Wer&#8217;s noch nicht entdeckt hat&#8230; <a href="http://annalist.noblogs.org">das Blog</a> von Andrej H.&#8217;s Lebensgef&#228;hrtin.<br />
<em>&#8220;Recently my life has changed enormously when German Federal Police arrested my partner Andrej Holm for being terrorist.&#8221;</em></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.hatebook.org/">Hatebook</a>: Facebook ist out<br />
<em>&#8220;Hatebook is an anti-social utility that connects you with the people YOU HATE.&#8221;</em></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/529/helene_heise_liebesgruesse_fuer_adenauer.html">Liebesgr&#252;&#223;e f&#252;r Adenauer</a> &#8211; wie Menachem Begin den deutschen Bundeskanzler ermorden lassen wollte<br />
<em>Man m&#246;chte fast sagen: &#8216;s war ja kein Musel</em></li>
</ul>
<ul>
<li>Wogegen sich Kai Diekmann wehrt &#8211; die wahrscheinlich widersinnigste <a href="http://www.bildblog.de/2556/wogegen-sich-kai-diekmann-wehrt-vii">Richtigstellung</a> aller Zeiten<br />
<em>Hat sich da jemand verheddert?</em></li>
</ul>
<ul>
<li>Drei Konvertiten auf dem Pulverfass &#8211; <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2007/10/24/drei-konvertiten-auf-dem-pulverfass/">Politsatire</a> und traurige Realit&#228;t<br />
<em>&#8220;Es handelt sich bei den drei Festgenommenen um Konvertiten. So war Peer S. fr&#252;her einmal bekennendes Mitglied einer Vereinigung, die &#196;ltere noch unter dem Begriff SPD kennen.&#8221;</em></li>
</ul>
<ul>
<li>Danzig oder Gdansk? &#8211; Ein sch&#246;nes Beispiel f&#252;r die <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article1279544/Danzig_oder_Gdansk_Birma_oder_Myanmar_.html">&#220;berheblichkeit</a> mancher sogenannter Journalisten.<br />
<em>Tja, wenn man mehr als nur bashen k&#246;nnte&#8230; sch&#246;n w&#228;r&#8217;s, nicht wahr?</em></li>
</ul>
<ul>
<li>&#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,513057,00.html">Mrs. Feelgood</a>&#8220;: Die amerikanische Newsweek kennt Angie besser als die meisten Deutschen.<br />
<em>&#8220;Mrs. Feelgood&#8221; &#8211; Umweltschutz hey-ho! Kritische Themen meidet Merkel &#8211; die Umfragen danken es ihr bekanntlich.</em></li>
</ul>
<ul>
<li>Nochmal Diekmann: Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/500/139211/">Rache des Kulturministers</a><br />
<em>Wer dachte, Michael Naumann h&#228;tte sich der B**D-Macht ergeben, hat sich get&#228;uscht.</em></li>
</ul>
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		<title>Irrungen und Wirrungen</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Sep 2007 17:18:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[racism]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem bedauerlichen Messerangriff auf einen Rabbiner sucht der Zentralrat der Juden die Schuld bei &#8220;Hasspredigern in islamischen Gemeinden&#8221; und greift die islamischen Verb&#228;nde an. Auf die Idee, auch im eigenen Verhalten nach Gr&#252;nden zu forschen, kommt man nicht. Der Zentralrat der Juden verweist erneut auf die Rolle der muslimischen Organisationen, schiebt ihnen den Schwarzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem bedauerlichen Messerangriff auf einen Rabbiner sucht der Zentralrat der Juden die <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,504705,00.html">Schuld</a> bei &#8220;Hasspredigern in islamischen Gemeinden&#8221; und greift die islamischen Verb&#228;nde an. Auf die Idee, auch im eigenen Verhalten nach Gr&#252;nden zu forschen, kommt man nicht.</p>
<p>Der Zentralrat der Juden verweist erneut auf die Rolle der muslimischen Organisationen, schiebt ihnen den Schwarzen Peter zu. Doch wie k&#246;nnen diese Verb&#228;nde Integrationsarbeit leisten, wenn ihnen von vielen Seiten die Mithilfe verweigert wird. Baut ein liberaler islamischer Verein eine Moschee, ja, will er es nur: Dann stehen die Demonstranten auf der Stra&#223;e, Widerstand aus der Politik und den Medien formiert sich. Baut dagegen eine orthodoxe j&#252;dische Gemeinde eine <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,502796,00.html">Synagoge</a> wieder auf, werden Jubelarien geschmettert &#8211; von Kritik keine Spur. Warum wird den islamischen Vereinen diese Unterst&#252;tzung verweigert?</p>
<p>Der Grund d&#252;rfte klar sein: Es gibt nur sehr wenige Juden in Deutschland, die aber umso &#8220;wichtiger&#8221; sind, da sie &#8211; im Land des Holocaust lebend &#8211; ein Symbol daf&#252;r sind, dass diese Zeit der Vergangenheit angeh&#246;rt. Eine, kann man sagen, umgekehrte Behandlung als &#8220;Entschuldigung&#8221; der Deutschen f&#252;r das NS-Regime. Was dazu f&#252;hrt, dass jene, die in Umfragen &#8220;antisemitisch&#8221; antworten, Juden h&#228;tten &#252;berproportional viel Einfluss in Deutschland, an Medien&#246;ffentlichkeit gesehen recht haben.</p>
<p>Eines der gr&#246;&#223;ten Probleme des Zentralrats der Juden ist es, dass er, dem laizistischen Gedanken der Bundesrepublik geradezu widersprechend, sich beinahe als &#8220;Vertreter des Staates Israel&#8221; in Deutschland sieht. Eine getrennte Betrachtung von Juden und Israel ist nicht m&#246;glich &#8211; und Kritik nur in eingeschr&#228;nktem Ma&#223;e, denn Vertreter wie Charlotte Knobloch sind mit der &#8220;Antisemitismus-Keule&#8221; schnell bei der Hand. Das k&#246;nnte dem Frankfurter Rabbiner zum Verh&#228;ngnis geworden sein.</p>
<p>Denn au&#223;erhalb des Kontextes der Deutschen Geschichte betrachtet ist Israel alles andere als ein Musterstaat. Vielmehr herrscht ein rassistisches Apartheids-Regime, das nichtj&#252;dische Einwohner deutlich benachteiligt. Dazu kommen weitere Verst&#246;&#223;e gegen internationale Abkommen, etwa die Nichtratifizierung des Atomwaffensperrvertrags oder der v&#246;lkerrechtswidrige Angriff auf den Libanon, die Ermordung pal&#228;stinensischer Politiker und Zivilisten, die Besatzung Pal&#228;stinas insgesamt und weitere Vergehen in deren Verlauf. Das daran keine offene Kritik ge&#252;bt werden kann ist eine Folge zweier grundlegender Tatsache, zum einen der deutschen Historie mit den Vergehen des Holocaust, zum anderen die Unterst&#252;tzung durch die USA, die immer wieder R&#252;gen und Sanktionen verhindern.</p>
<p>Als Realist muss man sagen, dass Israel und die USA durch ihre Politik im Nahen Osten ein hohes Gefahrenpotential aufgebaut haben, auch durch die Unterst&#252;tzung von Diktatoren wie etwa Assad in Syrien. Dieses Gefahrenpotential hat zur Gr&#252;ndung und Erstarkung zahlreicher sogenannter &#8220;Terrororganisationen&#8221; gef&#252;hrt, die man, in einem anderen Kontext gesehen, durchaus als Guerilla-Armeen oder Freiheitsk&#228;mpfer bezeichnen k&#246;nnte. Diese erhalten starken Zulauf besonders aus den gebildeten Schichten der Gesellschaft, etwa durch junge Studenten, die sich der Unterdr&#252;ckung der Bev&#246;lkerung sowohl von innen als auch von au&#223;en bewusst sind.</p>
<p>Dieses Bewusstsein hat zu den Erfolgen von Osama bin Laden gef&#252;hrt, dieses Bewusstsein bricht immer wieder aus aktuellem Anlass hervor, etwa bei den Protesten um die sogenannten &#8220;Mohammed-Karikaturen&#8221;, die als Symbol f&#252;r den ignoranten Umgang des Westens mit den arabischen Staaten, dem Islam insgesamt gesehen werden k&#246;nnen.</p>
<p>Zusammen mit der Selbstdarstellung des Zentralrats der Juden als Vetreter Israels f&#252;hrt diese Haltung des Westens, nicht nur der USA und Israel, sondern auch hiesiger Politiker und Medien wie im erw&#228;hnten Streit um die Gro&#223;moschee in K&#246;ln, dazu, dass Juden grunds&#228;tzlich, ganz unabh&#228;ngig von ihrer offiziellen Nationalit&#228;t, als &#8220;Unterdr&#252;cker&#8221; gesehen werden, was der Staat Israel rein formal gesehen ja auch ist. Jener Frankfurter Rabbiner war nicht mehr eine individuelle Person, sondern Jude, Angeh&#246;riger eines Volkes. Er ist Opfer eines selbstauferlegten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus">Rassismus</a> des Zentralrates, der die Definition eines israelkritischen Juden gar nicht als denkbar erachtet und so, als wichtigster Repr&#228;sentant des Judentums, alle Juden in Deutschland zu Unterdr&#252;ckern der Pal&#228;stinenser, ja, aller Muslime macht.</p>
<p>Nachtrag: In meinen Augen spricht alles daf&#252;r, dass es sich bei dem T&#228;ter um eine psychisch kranke Person handelt. Dennoch haben allgemeine Ansichten und Darstellungen wie die geschilderten auch auf solche Menschen einen starken Einfluss, nur dass sie anders rezipieren.</p>
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		<title>Am 31. August ist Blog Day!</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Aug 2007 16:37:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Worum geht&#8217;s? BlogDay was created with the belief that bloggers should have one day dedicated to getting to know other bloggers from other countries and areas of interest. On that day Bloggers will recommend other blogs to their blog visitors. Ein absolut unterst&#252;tzenswertes Unterfangen! Ich habe immer wieder das Gef&#252;hl, dass (gerade?) deutsche Blogger kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.blogday.org/" target="_blank"></a></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.blogday.org/" target="_blank"><img src="http://www.blogday.org/images/badge_pink.gif" alt="Blog Day 2007" height="130" width="310" /></a></p>
<p>Worum geht&#8217;s?</p>
<blockquote><p>BlogDay was created with the belief that bloggers should have one day dedicated to getting to know other bloggers from other countries and areas of interest. On that day Bloggers will recommend other blogs to their blog visitors.</p></blockquote>
<p>Ein absolut unterst&#252;tzenswertes Unterfangen! Ich habe immer wieder das Gef&#252;hl, dass (gerade?) deutsche Blogger kaum fremdsprachige Blogs lesen. Klar, TechCrunch und so. Aber das gilt nicht. Nein, &#8220;richtige&#8221; Blogs: So kleine, interessante Seiten, auf der ein Mensch etwas aus seinem Leben schreibt.</p>
<p>Deshalb werde ich euch am 31. August 5 der sch&#246;nsten englischsprachigen Blogs aus meiner BlogRoll etwas eingehender vorstellen. Dazu m&#246;chte ich noch anmerken, dass ich diese Blogs gr&#246;&#223;tenteils &#252;ber <a href="http://www.globalvoicesonline.org">Global Voices</a> kennen- und sch&#228;tzen gelernt habe (schreibt mir, wenn der ewige Wink mit dem Zaunpfahl euch auf die Nerven geht <img src='http://www.simoncolumbus.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>via <a href="http://www.dasdanyweb.de/2007/08/17/31-august-ist-blogday/">Dany</a></p>
<p>Nachtrag: Weitersagen oder <a href="http://www.yigg.de/comments.php?id=252430">yiggen</a>!</p>
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		</item>
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		<title>Wir machen Theater!</title>
		<link>http://www.simoncolumbus.de/2007/07/13/wir-machen-theater/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jul 2007 19:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Im folgenden eine Szene aus dem St&#252;ck &#8220;Bang, Bang &#8211; du bist tot!&#8221;, das meine Klasse im Herbst auff&#252;hren wird. Mit einer Besonderheit: Sie ist von mir verfasst. Das muss man wohl erstmal erkl&#228;ren. &#8220;Bang, Bang &#8211; du bist tot!&#8221;, das ist die deutsche &#220;bersetzung des englischen &#8220;Bang Bang you&#8217;re dead&#8221; &#8211; eines Theaterst&#252;ckes und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im folgenden eine Szene aus dem St&#252;ck &#8220;Bang, Bang &#8211; du bist tot!&#8221;, das meine Klasse im Herbst auff&#252;hren wird. Mit einer Besonderheit: Sie ist von mir verfasst.</p>
<p>Das muss man wohl erstmal erkl&#228;ren. &#8220;Bang, Bang &#8211; du bist tot!&#8221;, das ist die deutsche &#220;bersetzung des englischen &#8220;Bang Bang you&#8217;re dead&#8221; &#8211; eines <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bang_Bang_You%27re_Dead">Theaterst&#252;ckes und daraus basierenden Filmes</a>. Der Film besteht aus zwei Teilen: dem originalen Theaterst&#252;ck und einer umfassenden Rahmenhandlung. Das Theaterst&#252;ck gibt es bereits in deutscher Transkription von einem anderen Sch&#252;lertheater. Doch das war uns zuwenig, die Rahmenhandlung musste her. Doch Theater ist nicht Film und reines &#220;bersetzen ist langweilig. Also haben wir uns in einer Gruppe zusammengefunden, die Rahmenhandlung zu schreiben. Diese orientiert sich locker am Ablauf und Inhalt des Films, ist aber nicht &#252;bereinstimmend. Hier also ein Teil meines Beitrages.<br />
Kurzer Abriss &#252;ber die Handlung des St&#252;ckes:</p>
<p>Der jugendliche Trevor ist an seiner Schule ein Au&#223;enseiter, wie auch eine weitere Gruppe (Kurt, Marc, Susan), und wird von den Sportlern, der elit&#228;ren Gruppe der Schule, geschnitten. Er ist sehr intelligent, aber depressiv, was auch dazu gef&#252;hrt hat, dass er einmal einen Anschlag auf die Schule angedroht hat. Der Theaterlehrer der Schule wei&#223; um die Situation und versucht, Trevor in die Proben zu dem St&#252;ck &#8220;Bang Bang you&#8217;re dead&#8221; &#8211; in dem es um einen Amokl&#228;ufer geht &#8211; einzubinden. Dort aktiv ist auch Jenny, die Trevors Freundin wird und ihm zu helfen versucht.<br />
Trotzdem gleitet Trevor mehr und mehr ab. Unter dem anhaltenden Mobbing der Sportler tut er sich mit Marc, Kurt und Susan zusammen, die schlie&#223;lich einen Amoklauf planen, um sich an ihren Peinigern zu r&#228;chen. Trevor allerdings entschlie&#223;t sich in letzter Sekunde, das ganze zu stoppen, da er Angst hat, Jenny k&#246;nnte get&#246;tet werden. Am Ende h&#228;lt er seine Mitt&#228;ter auf. Schlie&#223;lich kommt es am Abend zur Auff&#252;hrung des St&#252;ckes &#8220;Bang Bang you&#8217;re dead&#8221; mit Trevor in der Hauptrolle &#8211; wo er als Amokl&#228;ufer Josh mit den Konsequenzen einer solchen Tat konfrontiert wird.</p>
<p>Die folgende Szene ist etwa in der Mitte des St&#252;ckes angesiedelt. Die Konstellationen sind bereits klar, Trevor hat sich der Gruppe umd Kurt, Marc und Susan angeschlossen. Allerdings ist er andererseits mit Jenny in Kontakt gekommen und probt regelm&#228;&#223;ig f&#252;r das Theaterst&#252;ck. Trotzdem wird das Mobbing der Sportler immer aggressiver.</p>
<p><em><br />
(In der Cafeteria. Die Amokl&#228;ufer-Gruppe mit Trevor sitzt an einem Tisch, weitere Sch&#252;ler an anderen, darunter auch Jenny. Man h&#246;rt die Stimmen der Sportler, die gerade ein Spiel gewonnen haben, n&#228;herkommen.)</em></p>
<p>Sportler3:	Denen haben wir&#8217;s aber gezeigt!</p>
<p>Sportler2:	Woo-hooo! Looser!</p>
<p><em>(Die Sportler kommen durch einen Eingang von hinter der B&#252;hne herein. Jenny steht auf und geht mit ver&#228;chtlichem Blick auf der anderen Seite heraus).</em></p>
<p>Sportler1:	<em>(f&#228;ngt an zu gr&#246;len)</em> We are the champions&#8230;<em> (die anderen fallen ein) and you are the loosers!</em></p>
<p>Sportler3:	Das war vielleicht ein geiles Spiel! Man, die haben wir fertig gemacht!</p>
<p><em>(Die Sportler werden langsam von anderen Sch&#252;lern umringt, die aufgestanden sind, um zu gratulieren)</em></p>
<p>Sportler1:	Die sitzen doch jetzt noch heulend in ihren Kabinen!</p>
<p>Sportler3:	Wie die vom Rasen geflohen sind! Verdammte Schlappschw&#228;nze!</p>
<p>Sch&#252;ler:	Geile Aktion von dir mit den ihrem Fullback!</p>
<p>Sportler2:	Yeah, Looser!</p>
<p>Sportler3:	Die kommen so schnell nicht mehr hier her!</p>
<p>Sch&#252;ler:	Krass man, denen habt ihr eine Abreibung verpasst!</p>
<p>Sportler3: 	Denen haben wir ihre &#196;rsche versohlt, die werden noch Monate Albtr&#228;ume von uns haben!</p>
<p>Sch&#252;ler:	Hammer Spiel auf jeden Fall von euch! Man Ken, wie du den umgehauen hast! Der ist ja fast bis New York geflogen!</p>
<p>Sch&#252;ler:	Yeah, war &#8216;ne geile Aktion!</p>
<p>Sportler1:	<em>(Springt auf einen Tisch in der N&#228;he der Amokl&#228;ufer und zeigt auf sie. Die anderen gratulieren und gr&#246;len weiter, einige bemerken Sportler1 und wenden sich ihm zu)</em> Hey, ihr Schwuchteln! Was macht ihr eigentlich noch hier? Verpisst euch! Jetzt ist hier Party angesagt! Man, wir haben f&#252;r unsere Schule gek&#228;mpft und ihr sitzt hier rum und pisst euch in die Hosen! <em>(dreht sich zu Trevor)</em> Spielt irgend so&#8217;n schei&#223; Theater! Theater! Wenn ich diesen Schei&#223; schon h&#246;re, ihr Weicheier!</p>
<p>Sportler3:	Mach sie fertig, Hank!</p>
<p>Sportler:	Euer schei&#223; Theater interessiert doch kein Schwein! Wir setzen uns hier f&#252;r das Ansehen der Schule ein! Ohne uns w&#228;rt ihr nichts! Ein St&#252;ck Dreck! Und was haben wir von euren elenden Existenzen?</p>
<p><em>(Sportler, Sch&#252;ler jubeln Sportler1 zu)</em></p>
<p>Sch&#252;ler:	Yeah, richtig!</p>
<p>Sportler3:	Mach die Schwuchteln platt!<br />
<em><br />
(unterdessen steht Trevor auf. Springt auf den eigenen Tisch.)</em></p>
<p>Sportler1:	Hey, der kleine Schlappschwanz will aufmucken!</p>
<p><em>(Sch&#252;ler buhen Trevor aus)</em></p>
<p>Sportler:	Verpiss dich! Wir brauchen hier keine Schw&#228;chlinge wie dich!</p>
<p>Sch&#252;ler:	Yeah, zieh ab!</p>
<p>Trevor:		M&#252;ssen wir uns sowas gefallen lassen? M&#252;ssen wir uns sowas anh&#246;ren von ein paar hirnlosen Muskelm&#228;nnern, die sich gegenseitig die K&#246;ppe einschlagen und das auch noch toll finden? <em>(Wird von den Sch&#252;lern noch lauter als zuvor ausgebuht. Die anderen Amokl&#228;ufer stehen auf. Einige unbeteiligte Sch&#252;ler schleichen sich hinaus)</em> Von ein paar dreckigen Idioten, die Kultur nicht mal buchstabieren k&#246;nnen?</p>
<p><em>(Allgemeines Chaos. Einige Sch&#252;ler greifen sich St&#252;hle, um mit ihnen zu werfen. Die meisten M&#228;dchen ziehen sich hinter die „Frontlinie“ zur&#252;ck. Marc springt neben Trevor auf den Tisch. Unterdessen klettert Kurt darunter und z&#252;ndet Knaller)</em></p>
<p>Marc:		Gleich werdet ihr hier was erleben, ein Kunstereignis, wie ihr es noch nie gesehen habt! Dass euch die Innereien um die Ohren fliegen!</p>
<p><em>(Die Sportler und einige Sch&#252;ler r&#252;cken an, wollen die Amokl&#228;ufer verpr&#252;geln. Ein Stuhl fliegt. Trevor und Marc springen von dem Tisch und ziehen sich etwas zur&#252;ck. Kurt klettert darunter hervor und folgt ihnen)</em></p>
<p>Sportler3:	Ha, die Schlappschw&#228;nze kriegen Muffensausen!</p>
<p>Sportler1:	Macht sie fertig! Diese Kreaturen haben hier nichts verloren!</p>
<p>Sportler3:	Yeah!</p>
<p><em>(Die Sportler wollen um den Tisch rennen, als die Knaller hochgehen. Panik und Chaos brechen aus. Die Sch&#252;ler st&#252;rmen aus dem Raum, stolpernd, schubsend, zerrend. Ein verw&#252;steter Raum mit umgesto&#223;enen Tischen bleibt zur&#252;ck, evtl. etwas Rauch von unter dem Tisch. Es bleiben nur die Amokl&#228;ufer zur&#252;ck)</em></p>
<p>Kurt:		Okay, Leute. Lasst uns abhauen!</p>
<p>Susan:		Hintenrum!</p>
<p><em>(Die Amokl&#228;ufer wenden sich zum gehen. Sie sind fast am Ausgang, als die Direktorin, der Schauspiellehrer und der Psychologe am anderen Eingang erscheinen.)</em></p>
<p>Direktorin:	Halt! Stehen bleiben!</p>
<p>Lehrer:		Was ist hier los?</p>
<p>Direktorin:	Hat einer von ihnen etwas damit zu tun? Sie <em>(zeigt auf Trevor)</em> kommen mit ins B&#252;ro. Mr. Andrews, wenn sie sich um die anderen k&#252;mmern w&#252;rden?</p>
<p><em>(Schauspiellehrer geht auf die vier zu.)</em></p>
<p>Lehrer:		Okay. Trevor, du gehst mit der Frau Direktorin. Ihr drei kommt mal bitte mit ins Lehrerzimmer.</p>
<p><em>(Trevor geht zur Direktorin und mit ihr durch einen Ausgang ab, mit ihnen der Psychologe. Die andern mit dem Schauspiellehrer durch den anderen Ausgang)</em></p>
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		<title>google</title>
		<link>http://www.simoncolumbus.de/2007/06/27/google/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2007 23:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Was tun gegen gewaltt&#228;tige Nachbarskinder? Das hat da wohl jemand bei google eingegeben. Das offenbart erstmal ein elemantares Unverst&#228;ndnis f&#252;r die Funktion von Suchmaschinen, aber das ist ja nichts neues. Und dann &#8211; also bitte, wie kommt jemand auf solche Fragen? Ich finde das erschreckend (aber auch, dass mein Blog auf Top3 steht bei dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was tun gegen gewaltt&#228;tige Nachbarskinder?</p>
<p>Das hat da wohl jemand bei google eingegeben. Das offenbart erstmal ein elemantares Unverst&#228;ndnis f&#252;r die Funktion von Suchmaschinen, aber das ist ja nichts neues. Und dann &#8211; also bitte, wie kommt jemand auf solche Fragen? Ich finde das erschreckend (aber auch, dass mein Blog auf Top3 steht bei dieser Frage&#8230;).</p>
<p>Imagine: Wer ist das, dass er / sie sich eines Nachmittags hinsetzt und seinen Computer fragt: Was soll ich nur machen? Diese Nachbarskinder! Eine Hausfrau, ein Arbeiter, Konzernchef, Student, Rentner &#8211; wer ist das? Offenbart diese Frage nicht eine endlose Einsamkeit?</p>
<p>Ich frage meinen Computer viel. Wo liegt Ktesiphon, wie hei&#223;t der Staatschef in Malawi, wieviele Blogs gibt es in Deutschland, was hei&#223;t &#8220;Volksverhetzung&#8221; auf Englisch?<br />
Aber ich w&#252;rde meinen Computer nie fragen: Was hatten wir eigentlich in Englisch auf? Kann mir mal grad jemand ein Glas Wasser bringen? Wo treffen wir uns heute Abend?</p>
<p>Klar, dass ich diese Frage Menschen stelle. Es sind pers&#246;nliche Fragen, die spezielle Antworten ben&#246;tigen &#8211; Antworten, die ein Computer nicht geben kann. Wenn man also einen Computer fragt: &#8220;Was tun gegen gewaltt&#228;tige Nachbarskinder?&#8221; &#8211; behandelt man die Kinder dann nicht unpers&#246;nlich, wie etwas, mit dem man nichts zu tun hat? Die Fragestellung ist glatt dieselbe wie bei den Nazis die Judenfrage. Gesamtkonzept als Antwort. D&#252;rfte auch die Kinder ruhigstellen.</p>
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		<title>Skills</title>
		<link>http://www.simoncolumbus.de/2007/06/26/skills/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2007 20:20:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man den Spiegelartikel zu Tony Blair&#8217;s voraussichtlicher Ernennung zum Sondergesandten des Nah-Ost-Quartetts liest, bekommt man den Eindruck, Facelifting sei eine politische Qualifikation: &#8220;Er strahlte Enthusiasmus und Jugendlichkeit aus, ein abstrakter, aber nicht unwesentlicher Vorzug in einer Weltgegend, deren Bev&#246;lkerung zur H&#228;lfte j&#252;nger ist als 20 Jahre, vielfach aber von alten M&#228;nnern regiert wurde &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man den <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,490883,00.html">Spiegelartikel</a> zu Tony Blair&#8217;s voraussichtlicher Ernennung zum Sondergesandten des Nah-Ost-Quartetts liest, bekommt man den Eindruck, Facelifting sei eine politische Qualifikation:</p>
<p>&#8220;Er strahlte Enthusiasmus und Jugendlichkeit aus, ein abstrakter, aber nicht unwesentlicher Vorzug in einer Weltgegend, deren Bev&#246;lkerung zur H&#228;lfte j&#252;nger ist als 20 Jahre, vielfach aber von alten M&#228;nnern regiert wurde &#8211; und wird. Saddam Hussein war 2002 65 Jahre alt, Jassir Arafat 73, Hosni Mubarak 74 und der &#228;gyptische Jugendminister 65.&#8221; Tony &#8211; Anthony Charles Lynton &#8211; Blair (*6. Mai 1953 in Edinburgh).</p>
<p>Woher kommt dieser Gedanke, alleine mit der Jugendlichkeit eines Tony Blair &#8211; der wahrscheinlich zumindest selbstst&#228;ndig seine eMails lesen kann &#8211; sei der Konflikt im Nahen Osten zu l&#246;sen?</p>
<p>Ein Amerikaner wird dieses Problem nie l&#246;sen, und genauso wenig ein Freund der Amerikaner. Alleine Tony Blairs Voreingenommenheit macht ihn schon unbrauchbar f&#252;r diesen Posten, obwohl er gerade als Brite eine lange Tradition der Verantwortung &#252;bernehmen konnte. Doch leider weigert sich die Welt, den Fehler der Briten, die Staatsgr&#252;ndung Israels auf diesem Gebiet und auf diese Weise zuzulassen, sich einzugestehen. Stattdessen wird Israel seit seiner Gr&#252;ndung vor allen anderen Staaten bevorzugt und vom Westen hofiert. F&#228;llt der politische Blick auf dieses Land, dann durch die rosa Brille. Aber so wird man das Problem nicht l&#246;sen k&#246;nnen!</p>
<p>Erst wenn der Westen akzeptiert, dass nicht nur die Israelis extreme religi&#246;se Parteien <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Sitzverteilung_17_Knesset.png">im Parlament</a> und in der Regierung haben d&#252;rfen, sondern auch die Pal&#228;stinenser, erst wenn der Westen den gleichen Druck auf die Isrealis aus&#252;bt, sich an internationale Regeln und die Menschenrechte zu halten &#8211; wurden die illegalen Angriffe der israelischen Armee auf den neutralen Staat Libanon mit international ge&#228;chteten Waffen geahndet? &#8211; dann wird dieses Problem zu l&#246;sen sein. Wenn sich die Pal&#228;stinenser &#8211; und mit ihnen auch die anderen arabischen V&#246;lker &#8211; nicht mehr als von den westlichen Regierungen verarscht vorkommen m&#252;ssen, sondern als gleichberechtigte Partner am runden Tisch sitzen. Denn werden sie wie die Hunde behandelt, denen man ab und zu einen Fu&#223;tritt verpasst, wenn sie unter dem Tisch nach Knochen suchen.</p>
<p>Tony Blair kann dazu einen Beitrag leisten. Nur, dass er es nicht tun wird.</p>
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		<title>Shampoo-Blogger</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2007 02:37:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich f&#252;hle mich ein wenig wie ein frisch nach Shampoo und Badezus&#228;tzen duftender Tourist in einem Ghetto, wenn ich so vergleiche, was ich auf der einen Seite lese &#8211; und was ich selber schreibe. Ich habe in den letzten Tagen eine Menge neuer Blogs in meinen Feedreader aufgenommen, gr&#246;&#223;tenteils in englischer Sprache. Normalerweise kommen diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich f&#252;hle mich ein wenig wie ein frisch nach Shampoo und Badezus&#228;tzen duftender Tourist in einem Ghetto, wenn ich so vergleiche, was ich auf der einen Seite lese &#8211; und was ich selber schreibe.</p>
<p>Ich habe in den letzten Tagen eine Menge neuer Blogs in meinen Feedreader aufgenommen, gr&#246;&#223;tenteils in englischer Sprache. Normalerweise kommen diese Blogs erst einmal f&#252;r ein, zwei Wochen auf &#8220;Probe&#8221;, bevor ich sie auch in die BlogRoll setze. Manchmal aber bin ich direkt beim ersten Lesen getroffen: Ich wei&#223;: &#8220;das ist es!&#8221;.</p>
<p>Zwei Blogs dieser Art habe ich in den letzten Tagen entdeckt, beide &#252;ber <a href="http://www.globalvoicesonline.org">Global Voices Online</a>: &#8220;<a href="http://livesstrong.blogspot.com/">Days of My Life</a>&#8221; der Irakerin &#8220;Sunshine&#8221; und &#8220;<a href="http://williamkamkwamba.typepad.com/">William Kamkwambas Malawi Windmill Blog</a>&#8220;. Zwei Blogs, bei denen mich die Menschen, die dahinter stecken, mit ihren Geschichten beeindrucken &#8211; zwei Blogs, bei denen ich mich als Leser ganz klein f&#252;hle.</p>
<p>Was soll ich als mehr oder weniger wohlsituierter Westeurop&#228;er schon Sunshine entgegensetzen, die in einem Kriegsgebiet lebt, deren Verwandte teilweise ermordet wurden und die quasi dauerhaft in Lebensgefahr schwebt? Das wir in Deutschland einen paranoiden Innenminister mit &#220;berwachungsphantasien haben??? Ich kann mich nur verbeugen vor dieser Kraft, trotzdem zu leben, noch Dinge zu beginnen und sich freuen zu k&#246;nnen, in dieser Lebenslage, in der alles jederzeit zerst&#246;rt werden kann. Ich renne hier in unserer Konsumgesellschaft vor Gef&#252;hlen davon, die nur die Abziehbilder dessen sein k&#246;nnen, dem dieses M&#228;dchen &#8211; 15! 15 Jahre! &#8211; jeden Tag ins Gesicht schauen muss.</p>
<p>Und zum anderen: Wenn ich Williams Blog lese, dann sch&#228;me ich mich f&#252;r jede nicht gemachte Hausaufgabe, jede schlechte Schulnote, die ich durch Schludrigkeit eingefahren habe. Was soll ich sonst tun, wenn ich von diesem jungen Mann, der er nun ist, lese, der trotz gro&#223;artiger Talente die Schule abbrechen musste, w&#228;hrend ich meine Bildungsm&#246;glichkeiten hier nicht einmal voll ausnutze. W&#228;hrend ich hier auf der faulen Haut liege, macht er etwas. Respekt. Respekt davor, nicht aufzustecken, sondern seine Talente zu schulen und zu nutzen &#8211; eine Kraft, die ich nicht (immer) habe.</p>
<p>Aber das eigentliche ist doch: Wo ist das Gef&#252;hl? Wir leben in einer so verweichlichten und gleichzeitig abgestumpften Gesellschaft, in der die wichtigsten Themen ein einzelner, in Haft steckender Jugendlicher &#8211; in der Zeit, die er im Gef&#228;ngnis sitzt, sind so viele unserer Altersgenossen, 17 wie er und ich, ums Leben gekommen! &#8211; und eine harmlose Tierkrankheit sind. In der sich die Menschen &#252;ber 345 € pro Monat aufregen, plus Wohnung &#8211; ich glaube kaum, dass William soviel zur Verf&#252;gung hat! Ich sehne mich geradezu nach einer echten Herausforderung, nach einer Barriere, die es zu &#252;berwinden gilt &#8211; wie pervers angesichts der Sorgen und N&#246;te, die so viele Menschen zu erleiden haben! &#8211; und doch, manchmal w&#252;nsche ich mir, mit ihnen zu tauschen. Auszubrechen aus dieser wattierten Welt, einer angenehmen, einer sch&#246;nen Welt &#8211; einer Welt ohne Herausforderungen. Einer Welt ohne die Chance, zu wachsen. Einer Welt, die zu gut ist, als dass wir unser Gl&#252;ck noch sp&#252;ren k&#246;nnten.</p>
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		<title>Plapperm&#228;uler</title>
		<link>http://www.simoncolumbus.de/2007/06/24/plappermauler/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jun 2007 14:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Minister f&#252;r innere &#220;berwachung und Propaganda hat mit seinem neuesten Schlag gegen den gesunden Menschenverstand zwar nicht alle Kollegen, daf&#252;r aber viele Medien &#252;berrumpelt. Seine Terrorwarnung brachte einiges interessantes zu Tage: So darf man leider nicht vermuten, dass Herr Sch&#228;uble einfach nur schlecht getr&#228;umt hat. Vielmehr sind seine &#196;u&#223;erungen zur drohenden Terrorgefahr politisches Kalk&#252;l: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Minister f&#252;r innere &#220;berwachung und Propaganda hat mit seinem neuesten Schlag gegen den gesunden Menschenverstand zwar <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,490272,00.html">nicht alle Kollegen</a>, daf&#252;r aber viele Medien &#252;berrumpelt.  Seine <a href="http://http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,490071,00.html">Terrorwarnung</a> brachte einiges interessantes zu Tage: So darf man leider nicht vermuten, dass Herr Sch&#228;uble einfach nur schlecht getr&#228;umt hat. Vielmehr sind seine &#196;u&#223;erungen zur drohenden Terrorgefahr politisches Kalk&#252;l: Es ist kein Zufall, dass diese Aussage nur Tage nachdem sich die <a href="http://http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,490290,00.html">SPD vorerst gegen die &#8220;Online-&#220;berwachung&#8221;</a> ausgesprochen hat auftaucht. Sch&#228;uble versucht Stimmung zu machen &#8211; und die Medien plappern es nach.</p>
<p>&#8220;Qualit&#228;tsmedien&#8221; &#8211; was ein herrliches Wort! In den &#8220;Qualit&#228;tsmedien&#8221;, ob Zeitung, TV oder Radio, wird diese Meldung unseres Propagandaminsters unkommentiert weitergegeben: Sprachrohr eines Ministers, nicht neutrale Informationsquelle f&#252;r den B&#252;rger. Der B&#252;rger h&#246;rt nur: Terror! und seine Reflexe gehen schon beinahe dahin, unter den Tisch zu springen und den Kopf einzuziehen.<br />
Doch was kann man auch von dem einzelnen B&#252;rger verlangen? Die traditionellen Medien &#8211; von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen &#8211; liefern keine differenzierte Berichterstattung. Ohne den ersten Verdacht &#8211; &#8220;das kann doch nicht stimmen!&#8221; &#8211; hat der B&#252;rger kaum eine Chance, sich ernsthaft zu informieren. Ist der Verdacht geweckt, kann er alternative Nachrichtenquellen &#8211; ob es nun Blogs sind oder die &#252;blichen Verd&#228;chtigen unter den traditionellen Medien wie die taz &#8211; konsultieren.</p>
<p>Doch man muss den B&#252;rger erst zur Wachsamkeit erziehen. &#220;ber ein Jahrzehnt NS-Diktatur, viele, viele Jahre SED-Diktatur &#8211; beide mit (heute) offensichtlich verlogenen Medien haben diese Sensibilisierung nicht geschafft. Vielmehr vertraut man darauf, dass in einer Demokratie &#8211; wir leben schlie&#223;lich in einer &#8211; die Medien auch neutral, objektiv und tatsachengetreu berichten. Ob das so ist, pr&#252;ft keiner nach. Die Schule des Lebens hat versagt. Nur, dass wir hier keine Lehrer zur Rechenschaft ziehen k&#246;nnen. Aber das will ja auch keiner, denn es gibt schlie&#223;lich kein Problem. Nicht f&#252;r die &#214;ffentlichkeit &#8211; nicht in den Medien.</p>
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		<title></title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 17:18:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei interessante Seiten der Frage: Wer haftet f&#252;r die Kommentare in Blogs? The State Commissioner Committee in Egypt has rejected the request made by the judge Abdel Fattah Mourad to block 51 websites and blogs deemed insulting the state’s dignity and threatening Egypt’s interests. In the meantime, the investigation on blogger Amr Gharbia, who was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei interessante Seiten der Frage: Wer haftet f&#252;r die Kommentare in Blogs?</p>
<blockquote><p> The State Commissioner Committee in Egypt <a href="http://www.hrinfo.net/en/reports/2007/pr0618.shtml">has rejected the request</a> made by the <a href="http://www.hrinfo.net/en/reports/2007/pr0510.shtml">judge Abdel Fattah Mourad to block 51 websites and blogs</a> deemed insulting the state’s dignity and threatening Egypt’s interests. <strong>In the meantime, the investigation on <a href="http://gharbeia.net/">blogger Amr Gharbia</a>, who was charged for defaming Judge Mourad, has been suspended: “<em>PC Police declared that Gharbia’s blog had merely hosted comments insulting the judge; as the comments did not come from him, he was absolved of the charge</em></strong>,” said <a href="http://www.ifex.org/en/content/view/full/84301/">IFEX</a> in its statement issued yesterday.</p></blockquote>
<p>hei&#223;t es bei <a href="http://www.globalvoicesonline.org/2007/06/22/egypt-judges-request-to-block-websites-rejected/">Global Voices Online</a> (Hervorhebung von mir). Interessant: In einem diktatorisch regierten Staat, in dem auch schonmal Blogger <a href="http://www.globalvoicesonline.org/2007/06/14/egypt-another-blogger-arrest/">verschwinden</a>, gilt die Haftung f&#252;r die Kommentare nicht oder nur eingeschr&#228;nkt. Wie weit das so umgesetzt wird, ist nat&#252;rlich eine andere Frage.</p>
<p>Die zweite Meldung zum Thema kommt aus Schweden und findet sich bei der <a href="http://www.taz.de/index.php?id=start&amp;art=1075&amp;id=495&amp;cHash=c65c92b0b8">taz</a>: Der schwedische Au&#223;en- und fr&#252;here Premierminister  Carl Bildt muss einen Gerichtsprozess wegen Volksverhetzung f&#252;rchten, weil er rassistische Kommentare nicht aus seinem Blog (<a href="http://bildt.blogspot.com/">Englisch, inaktiv</a> / <a href="http://carlbildt.wordpress.com/">Schwedisch</a>) gel&#246;scht hatte. (via <a href="http://http://watchblogislamophobie.wordpress.com/2007/06/22/schweden-islamophobe-kommentare-in-blogs-mussen-geloscht-werden/">Watchblog Islamophobie</a>)</p>
<blockquote><p>Nach schwedischem Recht hat der Betreiber einer Internetplattform die Pflicht, unter anderem rassistische und volksverhetzende &#196;usserungen umgehend aus der von ihm verantworteten Webseite zu entfernen.</p></blockquote>
<p>hei&#223;t es auf taz.de &#8211; aber anscheinend hat sich Carl Bildt nicht daran gehalten und monatelang Aufforderungen, die entsprechenden Kommentare zu l&#246;schen, ignoriert. Das hat ihm nun eine Ermittlung der Staatsanwaltschaft eingebracht. Zeichen einer funktionierenden Demokratie, dass auf ein Au&#223;enminister sich verantworten muss? Ja. Bleibt zu hoffen, dass Carl Bildt nun auch f&#252;r seine Fehler geradestehen muss.</p>
<p>Schlie&#223;lich m&#246;chteich euch noch eine Frage weiterleiten, die mir nach einem Kommentar zur deutschen Gesetzeslage der bahrainische Blogger <a href="http://mahmood.tv/">Mahmood Al-Yousif</a> gestellt hat:</p>
<blockquote><p>So how are you meant to evaluate what they would allow and what they would find offensive? Are there any published guidelines which you are meant to follow?</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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