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	<title>simoncolumbus &#187; social_media</title>
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		<title>Vom Schreiben</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 01:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit vier Jahren ist Schreiben Teil meiner Identit&#228;t. Wenn irgendein Social Media Kram mich nach meiner Bio fragt, dann schreibe ich als erstes: Writer. Blogger zu sein, ist ein St&#252;ck Selbstverst&#228;ndnis f&#252;r mich geworden. Aber seit einem Monat habe ich nichts ver&#246;ffentlicht. Nat&#252;rlich, ich war krank, und die Finals fordern ihren Tribut. Aber das ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit vier Jahren ist Schreiben Teil meiner Identit&#228;t. Wenn irgendein Social Media Kram mich nach meiner Bio fragt, dann schreibe ich als erstes: Writer. Blogger zu sein, ist ein St&#252;ck Selbstverst&#228;ndnis f&#252;r mich geworden. Aber seit einem Monat habe ich nichts ver&#246;ffentlicht. Nat&#252;rlich, ich war krank, und die Finals fordern ihren Tribut. Aber das ist es nicht; es ist chronisch. Ich schreibe nicht mehr.</p>
<p>Ich habe dieses Blog damals gestartet, weil ich Ideen hatte, von denen ich erz&#228;hlen wollte; heute suche ich verzweifelt nach Ideen, um etwas zu Schreiben zu haben. Manchmal kommt mir etwas in den Kopf, meistens stehe ich da grad unter der Dusche. Ich bleibe dann ein wenig l&#228;nger in der Nasszelle, um die Idee auszubauen. Nach dem Abtrocknen mache ich mir eine Hei&#223;e Schokolade, und dann habe ich sie auch schon wieder vergessen. Oder, noch schlimmer, sie beginnt zu wuchern.</p>
<p>Nicht h&#228;lt mich mehr vom Schreiben ab als die Komplexit&#228;t der Dinge. Fr&#252;her hatte ich, wenigstens an guten Tagen, dass Gef&#252;hl, die Welt lie&#223;e sich in 500 Worten ausreichend beschreiben. Heute geht es mir wie dem Miniaturenmaler, den Salman Rushdie in den Midnight Children beschreibt: Kein Rahmen bietet gen&#252;gend Platz, um die Welt zu umfassen. Und ich wei&#223; nicht, wo Schnitte machen. </p>
<p>Mein Gehirn arbeitet ein wenig wie der Assoziationsblaster, jede Aussage evoziert eine neue Anekdote. Im Sommer habe ich ein ziemlich mieses <a href="http://www.simoncolumbus.com/2010/10/24/augmented-reality/">Essay</a> verfasst, dass sich ganz in dieser Art ergeht: Das Umfassen eines Themas in einem Netzwerken aus Eindr&#252;cken, Perspektiven. Ein wenig ein Spiegelkabinett. </p>
<p>Ich mag es, so zu schreiben. Aber ich traue mich nicht mehr. Je mehr ich wei&#223; &#8211; und in den letzten Jahren habe ich fraglos viel gelernt -, desto klarer wird mir auch, wie vage die freie Assoziation ist. Ich mag nicht mehr einfach schlie&#223;en, was schl&#252;ssig scheint; ich will es &#252;berpr&#252;fen, belegen. Und das Schreiben wird komplexer. Anstatt einen Artikel zu verfassen, lese ich zehn; danach wei&#223; ich nicht mehr, was ich sagen wollte, bin mir aber sicher, ein and&#8217;rer hat&#8217;s bereits getan.</p>
<p>Der einzige Ausweg scheinen die rein pers&#246;nlichen Eindr&#252;cke (als ob es die &#252;berhaupt g&#228;be). Aber ich habe Gef&#252;hl, einen Text wie <a href="http://www.simoncolumbus.de/2007/09/18/nuttig/">nuttig</a> (den ich immer noch gerne mag) k&#246;nnte ich gar nicht mehr schreiben. Nat&#252;rlich, ich habe auch damals nicht viele solche Posts verfasst, aber heute scheint es mir ganz und gar unm&#246;glich.</p>
<p>Seit drei Jahren schreibe ich, um Geld damit zu verdienen; ich habe mich daran gew&#246;hnt, meine Artikel mit einem Intro zu versehen, meine Abs&#228;tze zu strukturieren, die Grammatik nicht dem Schwung zuliebe durcheinander zu werfen. Jetzt lerne ich am College Academic Writing, noch mehr von dieser Struktur. Mein ganzer Schreibprozess ist conscious geworden; und wenn eine Idee sich nicht dem Schema unterwirft, treibt sie mich zu Verzweiflung.</p>
<p>Ich habe mein Schreiben ver&#228;ndert, so viel ist klar. Aber hat mein Schreiben mich ver&#228;ndert? Ich wei&#223; es nicht. Interessen, Weltansichten wandeln sich. In Blick in die Wayback Machine zeigt, von den Blogs, die ich zu Anfang gelesen habe, ist nur eins heute noch im Feedreader: Spreeblick, mein Arbeitgeber. In den letzten Wochen habe ich angefangen, mehr und mehr Magazine zu lesen, den New Yorker und Boston Review.</p>
<p>Jetzt m&#252;sste ich noch eine Conclusion schreiben, einen sch&#246;nen Absatz, der das alles zusammenfasst. Ich wei&#223; das, ich hab&#8217;s gelernt, man kriegt sowas raus, wenn man ein paar hundert Texte zusammenkritzelt. Aber mir f&#228;llt trotzdem nix ein. Und wenn ich darauf bestehe, dass dieser Post ein guter sein soll, dann wird er wohl unvollst</p>
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		<title>Bitte achten Sie auf Ihre Sprache</title>
		<link>http://www.simoncolumbus.de/2009/12/20/bitte-achten-sie-auf-ihre-sprache/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 01:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[literature]]></category>
		<category><![CDATA[social_media]]></category>
		<category><![CDATA[sociology]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag habe ich auch einmal Consultant gespielt und einigen jungen Leuten Blogs und WordPress.com erkl&#228;rt. Meine russische Freundin Ira, derzeit als Praktikantin in Berlin, hatte mich um Hilfe bei einem Projekt gebeten. Es geht ums &#8220;Deutsch lernen im Vorbeigehen&#8220;: Ira m&#246;chte Lerner der Sprache dazu ermuntern, Geschichten &#252;ber ihre Bekanntschaften mit einzelnen Begriffen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag habe ich auch einmal Consultant gespielt und einigen jungen Leuten Blogs und WordPress.com erkl&#228;rt. Meine russische Freundin Ira, derzeit als Praktikantin in Berlin, hatte mich um Hilfe bei einem Projekt gebeten.</p>
<p>Es geht ums &#8220;<a href="http://kreativesschreiben.wordpress.com/">Deutsch lernen im Vorbeigehen</a>&#8220;: Ira m&#246;chte Lerner der Sprache dazu ermuntern, Geschichten &#252;ber ihre Bekanntschaften mit einzelnen Begriffen zu erz&#228;hlen. Eine sch&#246;ne Idee, wie ich finde. Einerseits, weil Blogs ein Medium f&#252;r Geschichtenerz&#228;hler sind, und andererseits, weil ich selber mit vielen W&#246;rtern kleine Geschichten, Ideen und Eselsbr&#252;cken verkn&#252;pfe.</p>
<p>Am Freitag hatte sie dazu einige Mitglieder von <a href="http://www.mitost.org/">MitOst</a> zu einem Workshop geladen. Als ich aus der Berliner K&#228;lte dazustie&#223;, stand noch eine kurze Brainstorming-Session bevor: &#8220;Wie schnappe ich die Worte im Alltag auf?&#8221; Ira hat zu ihren W&#246;rtern schon einige solche Kennenlern-Geschichten aufgeschrieben &#8211; zu einer durfte ich die Erkl&#228;rung f&#252;r den <a href="http://kreativesschreiben.wordpress.com/2009/11/11/wie-habe-ich-das-wort-paragraphenreiter-kennen-gelernt/">Paragraphenreiter</a> beisteuern.</p>
<p>Die Workshop-Teilnehmer sammelten schnell einige Punkte zusammen, die man als Fremdwort-F&#228;nger im Alltag beherzigen sollte. Als Language Geek hatte ich etwas abseits sitzend meinen Spa&#223; daran, der kleinen Gruppe beim Diskutieren zuzusehen. Hin und her ging es, um die richtige Formulierung zu finden.</p>
<p>Die Empfehlung, auf den Kontext zu achten, stand schon auf dem Papier, und &#252;ber die Unterscheidung von Hoch- und Umgangssprache war bereits gesprochen worden, aber ein junger Mann versuchte den anderen noch eine genauere Differenzierung verst&#228;ndlich zu machen. Als er damit auf Ablehnung stie&#223; &#8211; es sei ja schon auf den Kontext hingewiesen worden &#8211; rang er ein wenig mit den Worten, um sein Anliegen klar zu machen, bevor er aufgab. Ich denke, er meinte den Soziolekt &#8211; aber wer kennt sich schon mit linguistischem Fachjargon aus?</p>
<p>Diese Szene f&#252;hrte mir wieder einmal die Hilflosigkeit vor Augen, in der man sich als Sprachenlernender befindet. Im Grunde wird man freiwillig wieder zum Kleinkind, wenn man sich an eine neue Sprache heranwagt: Es fehlen einem die Worte. Ich finde, das ist ein Schritt, der eine ganze Menge Mut erfordert. Freiwillig sprachlos zu werden ist eine gr&#246;&#223;ere Herausforderung, als laut herumzubr&#252;llen.</p>
<p><em>(Ich &#252;berlege im &#252;brigen schon seit l&#228;ngerem, kurze Eintr&#228;ge zu meinen Lieblingsw&#246;rtern zu schreiben. Besonders im Arabischen laufen mir immer wieder Begriffe &#252;ber den Weg, die ich einfach gern habe; h&#228;ufig auch einfach wegen ihres Klanges. Mal sehen, ob ich das mal mache.)</em></p>
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		<title>Decentralized networks and digital private transit</title>
		<link>http://www.simoncolumbus.de/2008/11/13/decentralized-networks-and-digital-private-transit/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 00:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[social_media]]></category>

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		<description><![CDATA[Dan McQuillan over at internet.artizans has proposed a &#8220;Freedom of Expression League Table for Web 2.0&#8221; to face the insecurity of privacy and freedom of expression on web 2.0 platforms such as MySpace of Facebook. While I think such a League Table as Dan proposes it would be helpful, it may only help us to [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dan McQuillan over at internet.artizans has proposed a &#8220;<a href="http://www.internetartizans.co.uk/a_freedom_of_expression_league_table_for_web_2_0_spaces">Freedom of Expression League Table for Web 2.0</a>&#8221; to face the insecurity of privacy and freedom of expression on web 2.0 platforms such as MySpace of Facebook.</p>
<p>While I think such a League Table as Dan proposes it would be helpful, it may only help us to regulate the problems we are facing.</p>
<p>As long as users hand over their data to corporations their will be cases of treason. One should only trust a friend, and while it may be a common proverb today that &#8220;Google is your friend&#8221;, it isn&#8217;t. And so are Microsoft, Yahoo!, Facebook.</p>
<p>These companies have repeatedly spit their users in the face by disdaining their freedom of expression and privacy. They have handed over data to repressive regimes such as China, leading to the jailing of dissidents.</p>
<p>Some of these companies may have founded the <a href="http://www.globalnetworkinitiative.org/">Global Network Initiative</a>, committing to support free speech. But what&#8217;s a commitment when your shares are plunging? Half-hearted promises are nothing of a guarantee to people who rely on the integrity of the digital tools they use.</p>
<p>The only way out of this situation I can imagine are decentralized networks. Hosting their part of the network, their services themselves users will be their own digital masters and no longer slaves to those who hold their data hostage.</p>
<p>All users having their own server, hosting their own stuff, may seem an illusion today, but I think it isn&#8217;t. More and more software for decentralized networks is developed (e.g. laconi.ca, which is used for <a href="http://identi.ca">identi.ca</a>, or <a href="http://noserub.de">noserub</a>).</p>
<p>One may argue that free software can only enable users to be free, but not force them. A lot of users are not capable or simply too lazy to use their own server.</p>
<p>That may by true for today, but times will change. At the beginning of mobility, in the 19th century, people relied on mass transit systems. It was until the invention of automobiles that private transit was a privilege to the wealthy. And even they needed specialized experts, coachmen, to drive their carriages. Still at first, when they were invented, automobiles were only affordable for this same minority. But when the new technology became cheaper, more and more people learned to drive cars. Today, making your driver&#8217;s license is a common part of coming off age. It may still be exciting, but it is nothing unusual anymore.</p>
<p>Why shouldn&#8217;t this be possible for the next step? Private transit in the digital world is not only possible, but also much needed to keep the users&#8217; privacy.</p>
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		<title>Blog Day 08</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Aug 2008 17:04:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[social_media]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie auch in den drei Jahren zuvor gilt es beim Blog Day 2008, seinen Lesern f&#252;nf interessante Blogs ans Herz zu legen. Hier nochmal ein Link zu den letztj&#228;hrigen Empfehlungen. Saudi Jeans von Ahmed Al-Omran Ahmed Al-Omran, eigentlich ein saudischer Medizinstudent, geh&#246;rt zu den profiliertesten Bloggern des arabischen Raums. Sein Blog, Saudi Jeans, war eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie auch in den drei Jahren zuvor gilt es beim <a href="http://www.blogday.org/">Blog Day 2008</a>, seinen Lesern f&#252;nf interessante Blogs ans Herz zu legen. Hier nochmal ein Link zu den <a href="http://www.simoncolumbus.de/2007/08/31/31-august-blog-day/">letztj&#228;hrigen Empfehlungen</a>.</p>
<p><a href="http://www.saudijeans.org">Saudi Jeans</a> von <em>Ahmed Al-Omran</em></p>
<p>Ahmed Al-Omran, eigentlich ein saudischer Medizinstudent, geh&#246;rt zu den profiliertesten Bloggern des arabischen Raums. Sein Blog, Saudi Jeans, war eines der ersten englischsprachigen im Land.<br />
Es ein Politblog zu nennen w&#228;re sicherlich eine Fehlbenennung &#8211; die letzten Artikel handeln von Datteln, einer Bloggerkonferenz in Beirut, einer Kunstausstellung in London und dem saudischen Gesetzeswesen. Wie viele arabische Blogs vereint Saudi Jeans pers&#246;nliche Eintr&#228;ge und gesellschaftlich-kulturelle Beobachtungen mit scharfer politischer Kritik. Das Blog liefert einen Einblick in die Zerrissenheit Saudi-Arabiens zwischen &#214;lmilliarden und sozialer Ungerechtigkeit, technologischem Fortschritt und einer von radikal-konservativen Geistlichen beherrschten Gesellschaft.</p>
<p><a href="http://www.sudanesethinker.com/">The Sudanese Thinker</a> von <em>Drima</em></p>
<p>Drima, ein in den USA lebender Sudanese, schreibt Artikel aus zwei Welten. Zwischen zynischen Posts zur Situation im Sudan (<a href="http://www.sudanesethinker.com/2008/08/30/how-sudan-smacked-the-evil-jews-twice-in-the-face-thanks-to-the-beijing-olympics/">&#8220;How Sudan Smacked the Evil Jews Twice in the Face Thanks to the Beijing Olympics&#8221;</a>) finden sich immer wieder auch Kommentare zur US-amerikanischen Politik.<br />
Drimas Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den Vorkommnissen im Sudan und der arabischen Welt, die er meist mit einer Mischung aus Humor und Ernst kommentiert. Einer der wenigen Blogger, den man trotz regelm&#228;&#223;iger Nutzung von Smileys in seinen Posts auf jeden Fall f&#252;r voll nehmen sollte.</p>
<p><a href="http://www.monaeltahawy.com/blog/">Mona Eltahawy Blog</a> von <em>Mona Eltahawy</em></p>
<p>Mona Eltahawy ist eine erfahrene &#228;gyptische Kolumnisten, die heute in New York lebt und f&#252;r verschiedene angesehene US-Medien schreibt. Ihre auf dem Blog (wieder-)ver&#246;ffentlichten Artikel befassen sich meist von einem pers&#246;nlichen Standpunkt aus mit aktuellen Geschehnissen im Nahen und Mittleren Osten. Ein besonderer Fokus liegt dabei vor allem auf den Frauenrechten in &#196;gypten und der gesamten arabischen Welt.<br />
Eltahawy, die ihre Jugend in &#196;gypten, Gro&#223;britannien und Saudi-Arabien verbracht hat, sich erst f&#252;r und Jahre sp&#228;ter gegen das Kopftuch entschied, schreibt aus eigener, vielschichtiger Erfahrung &#252;ber dieses Thema und dokumentiert dabei h&#228;ufig Entwicklungen, die vielen Westlern v&#246;llig verborgen bleiben.</p>
<p><a href="http://www.black-iris.com/">The Black Iris of Jordan</a> von <em>Naseem Tarawnah</em></p>
<p>&#8220;Nas&#8221; ist ein in Jordanien lebender Politikstudent und Journalist. Seine Artikel, h&#228;ufig illustriert mit Karikaturen des bekannten Karikaturisten <a href="http://mahjoob.com/">Emad Hajjaj</a>, befassen sich mit jordanischer Lokalpolitik genauso wie mit aktuellen Ereignissen im Nahen Osten. H&#228;ufig sind auch Artikel &#252;ber die Rezeption der US-Politik im Nahen Osten, etwa &#252;ber den laufenden Wahlkampf.</p>
<p><a href="http://abuaardvark.typepad.com/abuaardvark/">Abu Aardvark</a> von <em>Marc Lynch</em></p>
<p>Marc Lynch ist Professor f&#252;r Politikwissenschaften an der George Washington University in Washington, D.C. Auf &#8220;Abu Aardvark&#8221; befasst er sich in tiefgehenden Analysen mit den politischen Entwicklungen in der MENA-Region (Middle East and North Africa). Seine (f&#252;r ein Blog recht langen) Artikel geben einen detaillierten Aufschluss &#252;ber die Hintergr&#252;nde aktueller Vorkommnisse und allgemeiner Entwicklungen. Wer die politischen Vorg&#228;nge im arabischen Raum verstehen will sollte dieses Blog auf jeden Fall lesen &#8211; auch wenn es selbst durchaus nicht einfach zu verstehen ist.</p>
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		<title>Keine Experimente!</title>
		<link>http://www.simoncolumbus.de/2008/08/26/keine-experimente/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 16:26:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
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		<category><![CDATA[social_media]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurt Beck sei der deutsche Barack Obama, schrieb Spiegel-Korrespondent Gabor Steingart vor einiger Zeit in seiner Washington-Kolumne &#8220;West Wing&#8221;. Denn wenn nichts dazwischenkomme, sei Beck der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten f&#252;r die kommende Bundestagswahl. Ganz ohne Vorwahlkampf. &#8220;Kurt Beck nominiert Kurt Beck&#8221;, beschreibt Steingart das innerparteiliche Kl&#252;ngelsystem der Parteien, auf das die Basis &#8211; geschweige denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurt Beck sei der <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,537672,00.html">deutsche Barack Obama</a>, schrieb Spiegel-Korrespondent Gabor Steingart vor einiger Zeit in seiner Washington-Kolumne &#8220;West Wing&#8221;. Denn wenn nichts dazwischenkomme, sei Beck der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten f&#252;r die kommende Bundestagswahl. Ganz ohne Vorwahlkampf.</p>
<p>&#8220;Kurt Beck nominiert Kurt Beck&#8221;, beschreibt Steingart das innerparteiliche Kl&#252;ngelsystem der Parteien, auf das die Basis &#8211; geschweige denn der B&#252;rger &#8211; keinen Einfluss hat. Selbst wenn bei den gro&#223;en Parteien einmal Mitgliederentscheidungen anstehen, sind die Ergebnisse Makulatur. </p>
<p>Der einzelne B&#252;rger braucht sich gar nicht erst dem Gef&#252;hl hingeben, politischen Einfluss aus&#252;ben zu k&#246;nnen. Im starren deutschen Parteiensystem ist er &#8211; anders als im personen-fixierten amerikanischen Modell, nutzlos und unerw&#252;nscht.</p>
<p>Auch der h&#228;ufig diskutierte Mangel an politischen Blogs in Deutschland r&#252;hrt daher. Denn ein f&#252;r das Engagement Einzelner offenes System motiviert dazu, sich einzumischen. In Deutschland dagegen wird politisches Engagement von Politikern &#8211; man erinnere sich nur an den <a href="http://sprechblase.wordpress.com/2007/11/09/grofaz-grovaz/">Gr&#246;FaZ / Gr&#246;VaZ</a>-Vergleich von Innenminister Sch&#228;uble zur Verfassungsklage gegen die Vorratsdatenspeicherung &#8211; niedergebuht.</p>
<p>Den Rest erledigen die arrivierten Massenmedien. Innovative Politiker, die mit &#8220;neuen&#8221; &#8211; soll hei&#223;e, zeitgem&#228;&#223;en &#8211; Medien experimentieren und sich &#8220;dem Volk&#8221; ann&#228;hern, werden mit H&#228;me bedacht und verspottet. </p>
<p>Erleben darf das gerade SPD-Generalsekret&#228;r Hubertus Heil. Dessen <a href="http://twitter.com/hubertus_heil">Twitter-Projekt</a> zum Nominierungsparteitag der Demokraten wird von Spiegel Online-Autor Carsten Volkery gnadenlos <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,574521,00.html">zerrissen</a>. W&#228;ren bei Twitter Updates nicht auf 140 Zeichen beschr&#228;nkt, Volkery w&#252;rde Heils Tweets blockweise zitieren. </p>
<p>&#8220;Super&#8221;, &#8220;Kracher&#8221;, &#8220;unglaublicher Trubel&#8221;: F&#252;r Carsten Volkery ein &#8220;Jargon [...], der selbst manchen Teenager erbleichen lassen d&#252;rfte.&#8221; Das es f&#252;r Heil trotzdem vor allem Lob f&#252;r sein Projekt gibt ist dem Spiegel-Autor kaum der Rede wert. Stattdessen seien &#8220;Manche reifere Genossen [...] peinlich ber&#252;hrt&#8221;, auch wenn Volkery dazu leider keine O-T&#246;ne vorweisen kann. </p>
<p>Schlie&#223;lich geht es Volkery auch nicht darum, Heils Tweets zu bewerten. Vielmehr ist sein Artikel ein Rachefeldzug gegen den abtr&#252;nnigen Politiker, der sich nicht an die gute deutsche Technikfeindlichkeit h&#228;lt und vor allem: Die &#8220;N&#228;he des Volkes&#8221; sucht. </p>
<p>Denn w&#228;hrend man den charmanten Barack Obama auf der anderen Seite des Atlantiks feiert, verlangen SpOn und Co. von dessen deutschen Kollegen, sich an das gute alte CDU-Motto &#8220;keine Experimente&#8221; zu halten. Wer sich nicht preu&#223;isch genug gibt, wird abgestraft &#8211; weil Normalit&#228;t bei Politikern als L&#228;cherlichkeit gilt.</p>
<p>Deutschland und seine Politiker: &#8220;Der gro&#223;e Graben&#8221;. F&#252;r dessen Erhalt macht sich ein Carsten Volkery gerne die H&#228;nde schmutzig und greift zum Spaten.</p>
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		<title>Wir k&#246;nnen&#8217;s ja doch!?</title>
		<link>http://www.simoncolumbus.de/2008/07/24/wir-koennens-ja-doch/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 19:41:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[social_media]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem kurzen Video haben BooCompany und Station&#228;re Aufnahme dem ARD-Gesundheitsexperten Prof. Hademar Bankhofer Schleichwerbung nachgewiesen. Der kleine Skandal machte die Runde in der Blogosph&#228;re &#8211; und keine drei Tage sp&#228;ter setzte der WDR seinen Experten vor die T&#252;r. Das dieses Ereignis so kurz nach der Provokation dreier Spiegel-Autoren kommt, mag vielen wie ein gl&#252;cklicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem kurzen Video haben <a href="http://www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15488/">BooCompany</a> und <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1181968/">Station&#228;re Aufnahme</a> dem ARD-Gesundheitsexperten Prof. Hademar Bankhofer Schleichwerbung nachgewiesen. Der kleine Skandal machte die Runde in der <a href="http://rivva.de/about/http://www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15488/">Blogosph&#228;re</a> &#8211; und keine drei Tage sp&#228;ter setzte der WDR seinen Experten <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1860">vor die T&#252;r</a>.</p>
<p>Das dieses Ereignis so kurz nach der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,567038,00.html">Provokation</a> dreier Spiegel-Autoren kommt, mag vielen wie ein gl&#252;cklicher Zufall erscheinen. Immerhin war den deutschen Bloggern dort vorgeworfen worden, keine eigenen Enth&#252;llungen aufzubieten, sich vor allem mit sich selbst zu besch&#228;ftigen.</p>
<p>Allerdings offenbart das Bankhofer-Skand&#228;lchen einige Wahrheiten, die in dem Spiegel-Artikel noch hinter provokativer Polemik verschwanden. Denn das sich die deutsche Blogosph&#228;re f&#252;r die Aufdeckung der Schleichwerberei eines drittklassigen TV-Experten selbst feiert, zeigt ja auch, wie selten solche Ereignisse sind. Immernoch sind investigative Nachforschungen den deutschen Bloggern recht fremd.</p>
<p>Auf der anderen Seite wird auch deutlich, dass die etablierten<a href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=1857">*</a> Massenmedien alles andere als interessiert sind, Blogger auf einer anderen als der Meta-Ebene wahrzunehmen. In dem <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,567864,00.html">Spiegel-Artikel</a> zu Bankhofers Entlassung findet sich kein Hinweis darauf, wer den Skandal aufgedeckt hat. Von einer Verlinkung, wie sie angemessen w&#228;re, ganz zu schweigen.</p>
<p>Doch die Fehler der anderen sollten nicht von den eigenen Makeln ablenken. Der Spiegel provozierte die Blogger, sie <a href="http://rivva.de/about/http://www.schmidtmitdete.de/archives/169/">reagierten</a>. Wie nicht anders zu erwarten mit Meta-Artikeln &#8211; genau dem, was Bloggern immer wieder vorgeworfen wird. Dabei sind vern&#252;nftige &#220;berlegungen &#252;ber Blogs nicht unwichtig; aber um die Vorw&#252;rfe a la Spiegel zu entkr&#228;ftigen, braucht es eher mehr investigatives Blogging.</p>
<p>Vorbilder gibt es gen&#252;gend. Stefan Niggemeier hat nicht nur so manches Vergehen von <a href="http//www.bildblog.de">B**D</a> aufgedeckt, sondern d&#252;rfte zusammen mit <a href="http://www.call-in-tv.net">Marc Doehler</a> auch einen gro&#223;en Anteil am Niedergang von <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/callactive-gibt-angeblich-auf/">Callactive</a> haben. Und Nischenblogs wie die Station&#228;re Aufnahme zeigen, dass sich auch Abseits der &#8220;A-Blogs&#8221; etwas bewegen l&#228;sst.</p>
<p>Gerade das langfristige Verfolgen eines Themas sollte ein Vorteil von Bloggern gegen&#252;ber Journalisten sein. Weil sie als Amateure nicht gezwungen sind, jeden Tag eine bestimmte Anzahl an Zeilen zu liefern, k&#246;nnen Blogger sich eigentlich die Recherche leisten, die gerade im schnelllebigen Onlinejournalismus zugunsten der Aktualit&#228;t meistens wegf&#228;llt. Kommt dabei tats&#228;chlich etwas zusammen, funktionieren Blogs tats&#228;chlich. Social Media eignet sich perfekt, um &#8220;Themen nach oben zu sp&#252;len&#8221; &#8211; wenn denn mal welche da sind.</p>
<p>Nachtrag: In anderen L&#228;ndern funktionierts doch auch &#8211; ein Bericht aus <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/07/24/armenian-bloggers-take-part-in-presidential-press-conference/">Armenien</a>.</p>
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		<title>Holy man, holy men&#8230;</title>
		<link>http://www.simoncolumbus.de/2007/09/26/holy-man-holy-men/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Sep 2007 22:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[activism]]></category>
		<category><![CDATA[politics]]></category>
		<category><![CDATA[social_media]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich glaube, ich hab&#8217;s schonmal erw&#228;hnt: Ich habe ziemlich was f&#252;r Desmond Tutu &#252;brig. Er ist, genaugenommen, der einzige christliche W&#252;rdentr&#228;ger, der mir so direkt einf&#228;llt, den ich wirklich klasse finde. Auch zu der Revolution in Myanmar hat er wirklich passendes gesagt: &#8220;The courage of the people of Myanmar is amazing and now they have [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, ich hab&#8217;s schonmal erw&#228;hnt: Ich habe ziemlich was f&#252;r Desmond Tutu &#252;brig. Er ist, genaugenommen, der einzige christliche W&#252;rdentr&#228;ger, der mir so direkt einf&#228;llt, den ich wirklich klasse finde. Auch zu der Revolution in Myanmar hat er wirklich passendes gesagt:</p>
<blockquote><p> &#8220;The courage of the people of Myanmar is amazing and now they have been joined by their holy men. It is so like the rolling mass action that eventually toppled apartheid&#8221;</p>
<p>&#8220;We admire our brave sisters and brothers in Myanmar and want them to know that we support their peaceful protests to end a vicious rule of oppression and injustice.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das ist, verdammt, nichts besonderes &#8211; im Grunde. Und doch, irgendwie wirkt es so begeisternd auf mich, so besonders&#8230;</p>
<p>Gefunden habe ich das Zitat &#252;brigens, als ich zur <a href="http://www.startupblogger.de/?p=88">Liste der Myanmar-Blogs</a> vom Startupblogger noch ein oder zwei hinzuf&#252;gen wollte, <a href="http://mmedwatch.blogspot.com/">hier</a>.</p>
<p>Wer mehr aus und &#252;ber Myanmar gebloggtes lesen und besonders sehen will:</p>
<p><a href="http://www.ko-htike.blogspot.com">ko-htike</a> (u.a. englischsprachig)<br />
<a href="http://seinkhalote.blogspot.com">justice and injustice</a><br />
<a href="http://mr-jade.blogspot.com">Mr. Jade</a><br />
<a href="http://www.burmagateway.org">Burma Gateway</a> (englischsprachig)<br />
<a href="http://www.mizzima.com">Mizzima News</a> (englischsprachig)<br />
<a href="http://www.irrawaddy.org/protests/BurmaProtests.php#25-13">Irrawady News</a> (englischsprachig)<br />
<a href="http://reporterdairy.blogspot.com">Reporterdairy</a><br />
<a href="http://dathana.blogspot.com/">Nyein Chan Yar</a> (englischsprachig)<br />
<a href="http://mmedwatch.blogspot.com/">Myanmar Media, Education and Development Watch</a><br />
<a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/09/26/burma-blogs/"><br />
via Basic Thinking</a></p>
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		<title>Die sieben fonsischen Blogs&#252;nden</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Aug 2007 23:18:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[social_media]]></category>

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		<description><![CDATA[Don Alphonso rantet &#252;ber die sieben schlimmsten Trends in der Blogosph&#228;re &#8211; eine Einzelbetrachtung. 1. PR-Blogs: Sind, na klar, erfolglos. Man muss Don zustimmen, dass die wenigsten Versuche in der Blogosph&#228;re gut ankommen &#8211; nicht selten zu recht. Bloggen ist halt mehr als nur eine Technologie: Es ist mehr oder weniger ein Gef&#252;hl &#8211; das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Don Alphonso rantet &#252;ber die <a href="http://blogbar.de/archiv/2007/08/31/die-sieben-lawinen-der-spassbremsen/">sieben schlimmsten Trends</a> in der Blogosph&#228;re &#8211; eine Einzelbetrachtung.</p>
<p><strong>1. PR-Blogs</strong>: Sind, na klar, erfolglos. Man muss Don zustimmen, dass die wenigsten Versuche in der Blogosph&#228;re gut ankommen &#8211; nicht selten zu recht. Bloggen ist halt mehr als nur eine Technologie: Es ist mehr oder weniger ein Gef&#252;hl &#8211; das den anonymen PR-Blogs einfach abgeht.</p>
<p><strong>2. Funblogs</strong>: &#8220;gieren mit dem kleinen Schmutz und Schund aus dem Netz nach Cyberslackern.&#8221; und &#8220;zeigten, dass man auch ohne einen Funken Schreibkenntnisse ein paar tausend andere Vollidioten unterhalten kann.&#8221; H&#246;re ich da etwas wie Neid heraus? Neid, weil viele Funblogs (oder eher Vlogs) scheinbar ohne Aufwand tausende Besucher anlocken? Da stellt sich dann die Frage, warum Don Alphonso sich in Konkurrenz mit ihnen sieht. Hat er ein so niedriges Niveau?<br />
Ich glaube kaum, dass ein Blogger irgendwen als Konkurrenten sehen muss &#8211; schreibt man doch vor allem f&#252;r sich selbst. Wenn man mit seiner Arbeit &#8211; ob Text, Podcast oder Picdump &#8211; zufrieden sein kann, hat man doch alles erreicht. Wieso Feinde suchen, wo keine sind?</p>
<p><strong>3. Rechtsextreme, politische Spinner und “prowestliche” Fanatiker</strong>: Gut, dazu gibt&#8217;s eigentlich nichts mehr zu sagen. Oder doch? Denn <a href="http://www.dirk-ploss.de/2007/08/31/der-naechste-bitte/">die Frage</a>, warum denn nur die Rechten schlecht sein sollen, ist durchaus berechtigt. Weitet man den Punkt auf alle Extremisten aus, dann trifft er den Sachverhalt wirklich &#8211; den Extremismus ist per se schlecht.</p>
<p><strong>4. Contentklau</strong>: Muss ich also doch noch etwas zu diesem leidigen Thema schreiben. Ganz kurz: Ein Spinner macht noch keinen Trend. Und wer die verschiedenen Suchdienste aussperren will, soll sich eines entsprechenden Scripts bedienen.</p>
<p><strong>5. Kommentarspammer</strong>: Hab&#8217; ich nicht. Mag sein, dass Don Alphonso damit Probleme hat: Wem&#8217;s zuviel wird, der nutzt eben eine Anmeldepflicht f&#252;r Kommentare &#8211; oder schaltet sie wie das BILDblog oder &#8220;USA erkl&#228;rt&#8221; ganz aus.</p>
<p><strong>6. Link- und Awarenessh&#228;ndler sowie Maulvermieter</strong>: Trigami ist wohl hinter StudiVZ die Nummer 2 auf Don Alphonsos ganz pers&#246;nlicher Hass-Liste. Zu seinen Vorw&#252;rfen kann ich eigentlich nur mein altes Statement zu Trigami wiederholen: </p>
<blockquote><p>&#8230; ein wichtiger Unterschied: Ob ich Geld f&#252;r meine Arbeit bekomme oder f&#252;r meine Meinung. Meine Meinung ist mir heilig &#8211; die gibts nicht zu kaufen. Aber meine Arbeitszeit prostituiere ich ganz schamlos.</p></blockquote>
<p>Denn an dieser Stelle verstehe ich Don Alphonso nicht: Er selbst verteufelt den Journalismus (&#8220;Ich w&#252;rde meine Kinder eher auf den Bau schicken&#8230;&#8221;) &#8211; aber gleichzeitig richtet er sich gegen alles, was zur Professionalisierung der Blogosph&#228;re beitragen k&#246;nnte. Er kommt mir ein wenig vor wie eine &#252;berm&#228;&#223;ig besorgte Mutter, die ihr Kind vor allen Gefahren zu sch&#252;tzen versucht. Doch die Erfahrung zeigt: Gerade diese Kinder werden am Ende die Schlimmsten von allen&#8230;</p>
<p><strong>7. Werbeverstrahlte Listengeillinge und SEO-Freaks</strong>: Nerven mich auch, denn Blog&#8221;projekte&#8221; &#8211; organisiertes Linkspamming &#8211; erf&#252;llen keinen Zweck, au&#223;er die Geltungssucht und Verdienste der Teilnehmer zu befriedigen. Als in den letzten Wochen die Technorati-Kette vom Blogpiraten Blogscout und Co. &#252;berflutete habe ich diesen Spammern mehr als einmal gewisse Unannehmlichkeiten an den Hals gew&#252;nscht. Denn f&#252;r sich selbst &#8211; eventuell bedenkliche &#8211; Angebote wie Trigami zu nutzen schadet niemandem. Sogenannte Blogprojekte dagegen verschaffen den Teilnehmern unfaire Vorteile, weil die Rating-Mechanismen etwa von Technorati oder Google ausgetrickst werden. Ich w&#252;rd mal sagen: &#8220;Asocial Networking&#8221; &#8211; nicht mit mir. </p>
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		<title>Lieblnk &#8211; Blogperlen, handverlesen</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Aug 2007 16:16:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[social_media]]></category>

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		<description><![CDATA[Robert Basic hat zusammen mit Erik Hauth von ringfahndung.de seine Idee wahrgemacht und mal eben lieblnk aus dem Boden gestampft. Mal sehen, ob sich daraus eine echte alternative zu yigg, rivva, blogscout und co entwickeln kann&#8230; oder zumindest eine interessante Erg&#228;nzung. Ich werde das Angebot auf jeden Fall powern und mir M&#252;he geben, auch Texte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Robert Basic hat zusammen mit Erik Hauth von <a href="http://www.ringfahndung.de">ringfahndung.de</a> seine <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/08/01/blog-perlen-abseits-von-rivva-blogscout-alpha-und-dingsbums/">Idee</a> wahrgemacht und mal eben <a href="http://www.lieblnk.de">lieblnk</a> aus dem Boden <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/08/03/blog-perlen-ii-system-ist-live/">gestampft</a>. Mal sehen, ob sich daraus eine echte alternative zu yigg, rivva, blogscout und co entwickeln kann&#8230; oder zumindest eine interessante Erg&#228;nzung. Ich werde das Angebot auf jeden Fall powern und mir M&#252;he geben, auch Texte zu verfassen, die dort einstellensw&#252;rdig sind <img src='http://www.simoncolumbus.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Achja: Die Idee, das ganze &#8220;Blogperlen&#8221; zu nennen finde ich gut. Klingt doch viel netter&#8230;</p>
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